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Alexander zu Schaumburg-Lippe bleibt Vorsitzender

Bückeburger Kulturverein wählt Alexander zu Schaumburg-Lippe bleibt Vorsitzender

Alexander zu Schaumburg-Lippe bleibt an der Spitze des Bückeburger Kulturvereins. Der Schlossherr wurde während der jüngsten Vorstandswahlen ohne jegliche Opposition in seinem Amt bestätigt.

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Ute Rohrbach (von links), Ute Mai, Johanna Woydt, Hagen Bokeloh, Reiner Brombach und Heinrich Schraepler gratulieren Alexander zu Schaumburg-Lippe (Mitte) zur Wiederwahl.

Quelle: bus

Bückeburg. Die im Joël-Le-Theule-Saal tagende Hauptversammlung votierte unter der Wahlleitung von Heinrich Schraepler ebenso einmütig für das Verbleiben von Ute Mai (stellvertretende Vorsitzende), Ute Rohrbach (Schriftführerin) und Hagen Bokeloh (Schatzmeister) in ihren Positionen.

Bokeloh hatte die Vereinsmitglieder zuvor von einem Bilanzgewinn von rund 7200 Euro in Kenntnis gesetzt. Das Resultat ist insofern bemerkenswert, da der Verein noch vor wenigen Jahren ein vergleichbares Ergebnis erzielte – allerdings mit negativem Vorzeichen. Der Schatzmeister führte die Entwicklung vor allem auf erhöhte Beitrags- und Eintrittspreise sowie auf Änderungen in der Programmgestaltung zurück.

 „Wir sind gut aufgestellt und können unsere Dinge unkompliziert erledigen“, meinte Bokeloh mit Blick aufs mit knapp 45000 Euro ausgestattete Eigenkapitalkonto. „Eine insgesamt sehr zufriedenstellende Situation.“ Gleichwohl gelte es, nicht zuletzt angesichts des in der nächsten Spielzeit anstehenden 70-jährigen Vereinsbestehens weiterhin auf der Suche nach Spendern und Sponsoren zu bleiben.

 Angesichts des augenscheinlich maroden Zustands des vereinseigenen Konzertklaviers sei laut Alexander zu Schaumburg-Lippe reichlich Geld nötig. Das Instrument sei hoffnungslos überaltert. „Wir kommen um eine Neuanschaffung nicht herum“, betonte der Vorsitzende. Und: „Da gehen wir unter 80000 Euro nicht nach Hause.“

Bürgermeister Brombach: Aus Finanzierung nicht heraushalten

Bürgermeister Reiner Brombach kündigte an, das Thema in die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Kulturausschusses aufzunehmen. „Die Stadt wird sich bei der Finanzierung nicht heraushalten können und wollen.“ Ein renommierter Pianist wie etwa Alexander Krichel, erklärte Kulturvereinschef, hätte bei Kenntnis des Instrumentenzustandes die Reise nach Bückeburg voraussichtlich nicht angetreten. Krichel hatte im März 2015 sein Publikum mit Interpretationen von Joseph Haydns Ouvertüre zu „Orfeo ed Euridice“, Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll op. 23 und Richard Wagners Symphonie in C aufhorchen lassen.

Außer Krichels Gastspiel fanden im Rückblick von Vorstand und Geschäftsführung alles in allem 15 Veranstaltungen Erwähnung. Geschäftsführerin Johanna Woydt freute sich besonders über erneut gestiegene Mitglieder- und Abonnentenzahlen. Die Veranstaltungen wurden von 5542 Personen besucht (Saison 2014/2015: 5429 Besucher, 2013/2014: 5021).

Die Zahl der Mitglieder stieg im Vergleich zur Vorsaison um 24 auf jetzt 348. „Das sind übrigens 37 Mitglieder mehr als das Bürgerbataillon verzeichnet“, hielt Woydt schmunzelnd fest, „und diese Tatsache spricht wohl für sich und für Bückeburg als Kulturstadt.“ In den zurückliegenden fast sieben Jahrzehnten hätten viele Einwohner erlebt, wie wichtig ein hochwertiges kulturelles Angebot für die Ex-Residenz sei.

Das Programmheft der aktuellen Saison listet, inklusive Empfehlungen und Sonderveranstaltungen, 23 Punkte auf. Los geht’s am 9. Oktober mit einem Auftritt des Gewandhaus-Quartetts im Festsaal von Schloss Bückeburg. Das Streichquartett wird am Klavier von der Mindener Pianistin Almut Preuß-Niemeyer begleitet.

Als weitere Höhepunkte kündigte die Geschäftsführerin unter anderem für junge Kulturfreunde konzipierte Gastspiele an. Am 22. November kommt das Figurentheater Seiler mit der Mäusegeschichte „Rosa und Karl“, am 25. November „Peterchens Mondfahrt“ zur Aufführung. „Beide Veranstaltungen sind bereits jetzt ausverkauft“, freute sich Woydt.

bus

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