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Alkoholmissbrauch: Schüler haben viele Fragen

Bückeburg / Adolfinum Alkoholmissbrauch: Schüler haben viele Fragen

„Alkohol, der von Kindern und Jugendlichen getrunken wird, ist vorher immer schon durch die Hände von Erwachsenen gegangen“, betont Dominika Lachowicz.

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Vertrauenerweckend: Dominika Lachowicz in der Klasse 8.4.

Quelle: r

Bückeburg (r). Die Mitarbeiterin der Fachstelle Suchtprävention will nicht, dass die Problematik des Alkoholmissbrauchs auf die Trinkenden reduziert wird. Ein Verkäufer, eine Kassiererin, ein Verwandter, ein Gastwirt, ein volljähriger Schüler – es gibt viele Möglichkeiten, die Hände mit im Spiel zu haben.

 Die Schüler des Gymnasiums Adolfinum hatten viele Fragen an die Expertin, die von Politiklehrer Björn Riemer in den Unterricht eingeladen worden war. Einerseits ging es um bevorzugte Produkte und genutzte Gelegenheiten, andererseits wurde nach den konkreten Gefahren gefragt, in physiologischer und psychologischer Hinsicht. Das Thema „Alkoholkonsum und Gewaltbereitschaft“ wurde natürlich auch angesprochen, ebenso die Frage, wie die Suchtberatungsstelle der Diakonie mit Informationen von Kindern und Jugendlichen umgeht, die vertraulich vom Alkoholmissbrauch ihrer Eltern berichten.

 Nach Informationen zur Prävention – einem Schwerpunkt der Arbeit, verbunden mit schulischen und offenen Projekten – ging es um den schwierigen Weg hinaus aus der Sucht, vom Entzug über die Therapie bis zum inneren Kampf aufgrund der stets präsenten Rückfallgefahr. Dass Gymnasiasten in Sachen Alkohol weniger gefährdet seien als andere Gruppen, mochte die Expertin nicht bestätigen. An mehreren Stellen des freimütigen Gesprächs verwies sie auf die Vorbildfunktion von Erwachsenen – Lehrkräfte inbegriffen.

 Dominika Lachowicz betonte, dass Jugendliche lernen müssen, mit der Herausforderung des Drogenkonsums fertig zu werden. Von allzu rigiden Regelungen scheint sie nichts zu halten, von Leichtfertigkeit allerdings noch weniger. Ihr Hinweis auf gefährliche Gruppenprozesse macht deutlich, wie komplex der Wirkungszusammenhang ist. Echte Ich-Stärke scheint nötig.

 Was Schule dafür tun kann, Persönlichkeitsentwicklung zu fördern, steht auf einem anderen Blatt.

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