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„Alle Bands haben sich gelohnt“

Bückeburg / Kneipen-Festival „Alle Bands haben sich gelohnt“

Leckeres Bier, lauschig-warmes Oktober-Wetter und fette Musik: Das Kneipen-Festival „Bückeburg Live“ hat zum zweiten Mal Hunderte von Partyfans glücklich gemacht. Zehn Bands gaben mächtig auf die Ohren – was für eine Nacht, was für ein Publikum.

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Hunderte von Partyfans im Glück: Das Kneipen-Festival „Bückeburg Live“ sorgt allenthalben für gute Laune.

Quelle: mig

Von Michael Grundmeier

Bückeburg.  Zehn Bands für den Preis einer Kinokarte? Eigentlich ist es ja kaum zu glauben, dass man so viel Musik für so wenig Geld bekommt. Findet auch Lennart, der an diesem Abend mit seinen Freunden von Location zu Location zieht. „Als Schüler haben wir ja nur wenig Taschengeld“, meint der 16-Jährige lächelnd. Da biete die Kneipennacht die Möglichkeit zu sparen und trotzdem „tolle Mucke zu hören“. Am liebsten, gibt Lennart zu, höre er Heavy Metal; „heute werde ich mir aber alle zehn Bands anschauen“, verspricht der Gymnasiast. Bisher habe ihm der Auftritt der Beatles-Coverband im Ratskeller richtig gut gefallen. „Wir haben getanzt, und die Musiker sind echt klasse.“ Er hoffe jedenfalls, dass es dieses Festival in Zukunft vielleicht sogar noch öfter geben werde. „Vielleicht findet sich ja ein Sponsor“, sagt Lennart und grinst schelmisch.

Lennart war am Sonnabend bestimmt nicht der einzige, der sich eine schnellere Taktfolge der Kneipennacht in Bückeburg gewünscht haben dürfte. Überall war die Stimmung gut: Das Niveau der Bands sei sehr hoch, war der allgemeine Tenor. Dazu kam, dass das Portfolio viel Abwechslung bot – Salsa, Country, Oldies oder Rock’n’Roll. „Alle Bands, die wir heute gesehen haben, haben sich gelohnt. Es war richtig was los und wir haben viel Neues entdeckt“, sagt das Ehepaar Neufart aus Minden. Mindestens genauso spannend sei es gewesen, die „reiche Kneipenszene in Bückeburg“ zu entdecken. „Wir wussten gar nicht, das hier soviel geboten wird“, berichtet Angelika Neufart. Bisher sei man an Wochenenden vor allem in Minden unterwegs gewesen. „Das werden wir vielleicht ändern.“

Geboten wurde an diesem Abend tatsächlich so einiges. Etwa im Themenrestaurant „Ostalgie“: Dort zeigten „Die Ossis“ den zahlreich erschienenen „Wessis“, was eine musikalische Harke ist. Der Funke sprang jedenfalls schnell über – Kulthits von Karat oder Silly sind eben deutsch-deutsches Kulturgut. Etwas irritiert war die Band nur von der Beschilderung an der Bundesstraße. „Hier gibt es ein Bückeburg-West und ein Bückeburg-Ost?“, wunderte sich der Sänger. Und auch Gastronom Thomas Brandt zeigte sich – in seiner Vopo-Uniform – bestens aufgelegt. „Es war so schwer, die Jungs hier her zu kriegen, toll, das es heute geklappt hat.“ Die Stimmung sei super: „Bei uns ist es die ganze Zeit über immer rappelvoll.“ Den Schlusspunkt setzt der Song „Über sieben Brücken musst du gehen“, Feuerzeuge recken sich in die Luft. Eine Zugabe später verabschiedet sich die großartige Band zurück in den Osten.

Rappelvoll ist es auch bei der „Latin Party“ im „El Solin“. „Rumbambe“ spielen Salsa, Mambo und Bolero – das Publikum trinkt Cuba libre und tanzt abgezirkelte Choreografien. Herz, was willst du mehr? Schon ziehen die ersten weiter, es gibt noch viel zu sehen und zu hören. Sollen wir zu „Rhythm & Blues“ von den „Three Bears“ in der Falle? Oder doch lieber zu den „Beatles“-Cover von „The Quarrymen Beatles“ im Ratskeller? Dazu kommen: „Champagne“ im Le Bistro, „Sexxy“ im Minchen, das „Plug & Play Duo“ im Gilde Stübchen, „The Lucky Ones“ im Alten Forsthaus, „Hot Camshaft“ in der Schraub-Bar oder „Rob Ryan & Band“ in der Alten Schlossküche. Kurzum – ein „All you can eat“-Ticket zum Preis einer Kinokarte.

Fazit: Im Vergleich zur Premiere hat der Veranstalter eine Schippe drauf gelegt. Alle zehn Bands haben richtig abgerockt und dafür gesorgt, dass in der näheren Umgebung das Laub von den Bäumen geblasen wurde. Hannover, Hamburg, Berlin? So what …

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