Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Alles außer Gummibärchen

Bückeburg / "Weihnachten im Schuhkarton" Alles außer Gummibärchen

Wenn sich die Blätter bunt färben, ist es nicht mehr weit bis zum Beginn der Weihnachtszeit. Daran erinnert auch die weltweit größte Geschenkaktion, „Weihnachten im Schuhkarton“. Bei der Firma „Quick-Schuh“ neben der Stadtkirche steht dafür jetzt eine große Zahl von leeren Schuhkartons bereit.

Voriger Artikel
Rasante Degengefechte
Nächster Artikel
Im Zeichen des Dialogs

Seit 13 Jahren unterstützen diese beiden Frauen die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“: Corinna Backhaus (l.) und die Inhaberin des Geschäfts „Quick-Schuh“, Beate Koß. Die Aktion brachte im Vorjahr im Schaumburger Land 999 Päckchen ein.

Quelle: sig

Von Siegfried Klein. Als Anschauungsmuster gibt es einen bereits mit Geschenken gefüllten Karton, der nach den Vorgaben der Empfängerländer gepackt worden ist. Er enthält Spielzeug, ein Kuscheltier, Hygieneartikel und etwas zum Anziehen. Dazu gehören könnten außerdem: Schulsachen, kleine einfache Musikinstrumente (Mundharmonika, Blockflöte), Malbücher, Haarspangen und dergleichen. Auch Vollmilchschokolade sowie Bonbons mit Haltbarkeitsdatum bis mindestens März 2014 sind willkommen. Achtung: Gummibärchen, Kaubonbons, Kekse, Lebkuchen und andere Lebensmittel sind nicht erlaubt.

 Natürlich sollten die eingepackten Kleidungsstücke auch neuwertig sein. Wer sich genau informieren will, bekommt im Schuhgeschäft ein Faltblatt mit Einzelheiten. Es enthält zudem Etiketten zum Kennzeichen der Geschenkkartons. Der Spender kann bestimmen, ob der Inhalt für ein Mädchen oder für einen Jungen bestimmt ist. Dazu gibt es drei verschiedene Altersklassen: zwei bis vier, fünf bis neun und zehn bis 14 Jahre. Das sollte auf dem Etikett angekreuzt werden.

 Wer Lust hat, kann einen Weihnachtsgruß oder ein Bild des Spenders oder der Spenderin beifügen. Einen Einfluss darauf, welches Kind aus welchen Not leidenden Regionen der Welt sich zu Weihnachten über diese Gaben freuen darf, kann es natürlich nicht geben. Die Transporte gehen in über 100 Länder der Welt. Dazu gehören unter anderem Kasachstan, Georgien, Bulgarien, Rumänien und das Westjordanland.

 Zur Deckung der Transportkosten sind pro Karton 6 Euro erforderlich, die von den Spenderinnen und Spendern zusätzlich erbeten werden. Natürlich können die Kartons auch außen mit Weihnachtspapier versehen werden. Man darf sie aber nicht fest verschließen, sondern lediglich mit einem Gummiring versehen.

 Ein Team der freien evangelischen Gemeinde wird den Inhalt in einer Gemeinschaftsaktion prüfen, damit keine zollrechtlichen Vorschriften verletzt werden und nichts verdirbt. Letzter Abgabetermin für die Päckchen ist übrigens der 15. November.

 Corinna Brockhaus aus Bückeburg, die sich seit 13 Jahren als Sammelstellenleiterin im Schaumburger Land im Auftrag der Organisation „Geschenke der Hoffnung“ für dieses Projekt einsetzt, kündigt eine Neuerung an: Am Sonntag, 27. Oktober, soll es ab 10 Uhr bei der freien evangelischen Gemeinde in der Scheier Straße einen Gottesdienst geben, in dem ein Film über die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gezeigt wird und außerdem Kinder aus Bückeburg über eine besondere Aktion berichten.

 Seit vier Jahren backen nämlich Jungen und Mädchen im elterlichen Haushalt Pizzas, die an Gemeindemitglieder ausgeliefert werden. Auf diese Weise konnte im Vorjahr der Inhalt von mindestens 20 Geschenkkartons einschließlich der Transportkosten finanziert werden. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (05722) 914 809.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg