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Alles dreht sich um „Mini-Miezen“

Tierheim Bückeburg Alles dreht sich um „Mini-Miezen“

„Die Leute wollen immer nur Katzenbabys, und wir kriegen unsere älteren Katzen nur ganz schwer vermittelt. “ So oder so ähnlich lautet seit Jahren ein altbekanntes Klagelied der Verantwortlichen in den allermeisten Tierheimen.

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Beim ersten „Mini-Miezen-Tag“ im Bückeburger Tierheim am kommenden Sonntag von 13 Uhr bis 18 Uhr soll vor allem der Stubentiger-Nachwuchs im Mittelpunkt stehen.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Im Bückeburger Tierheim hat sich diese Situation kurioserweise in diesem Jahr in ihr totales Gegenteil verkehrt: Während noch nie zuvor in der Geschichte des Tierheims so viele ausgewachsene Stubentiger erfolgreich in ein neues Zuhause vermittelt wurden – darunter sogar viele ältere Tiere und einige scheinbar hoffnungslos unvermittelbare Fälle –, wird die Vierbeiner-Unterkunft am Hasengarten seit einigen Wochen von einer Welle von Katzenkindern und -babys förmlich überschwemmt.

Aus diesem Grund lädt das Tierheim für kommenden Sonntag, 9. Oktober, erstmals zum „Mini-Miezen-Tag“ ein, bei dem der schnurrende Nachwuchs im Rampenlicht stehen soll. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bückeburg-Rinteln, Monika Hachmeister, sieht die Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Froh ist die Vereins-Chefin auf der einen Seite über die vielen erfolgreich vermittelten Altfälle. Die intensive Vermittlungsarbeit hatte in der ersten Jahreshälfte in weiten Teilen der Anlage für gähnende Leere in den Unterkünften gesorgt. Dass sämtliche Katzengehege nebst Quarantäne jetzt auf einmal wieder aus allen Nähten platzen, liegt an einer regelrechten Springflut an Jungkatzen, die seit einigen Wochen über das Tierheim hereinbricht – und nach wie vor kein Ende zu nehmen scheint.

Jetzt schon rund 100 Babys

Während im ganzen vergangenen Jahr nur rund 40 Katzenbabys im Bückeburger Tierheim eintrudelten, sind es in diesem Jahr bereits jetzt nahezu 100 – ein Ende ist nicht abzusehen. Verantwortlich dafür macht Hachmeister in erster Linie die immer noch viel zu ungenügend umgesetzte Katzenschutzverordnung: Es sei zwar ungemein gut und richtig, dass die meisten Städte diese Bestimmung mittlerweile haben, sie sei bislang jedoch noch viel zu wenig öffentlich gemacht worden, so die Vereinsvorsitzende. „Die meisten Katzenbesitzer haben noch gar nicht realisiert, dass sie ihre Tiere mittlerweile nur noch kastriert und gechipt ins Freie lassen dürfen.“

Die Folge davon ist eine vor allem in diesem Jahr immense Zunahme sogenannter Streuner, also Katzen, die bereits in freier Wildbahn zur Welt kamen, zumeist völlig verwildert sind und ein geordnetes Zuhause mit Menschen noch gar nicht kennen. Und gerade diese sind es, die zu der eklatanten finanziellen Notlage des Tierschutzvereins Bückeburg geführt haben: Denn während die Versorgung sogenannter Fundkatzen durch die Kommunen bezuschusst wird, fühlt sich für die Streuner niemand zuständig: keine Stadt, kein Landkreis und auch nicht das Land Niedersachsen. Doch gerade die Streuner sind es, die oftmals die meiste tierärztliche Versorgung benötigen und dadurch die größten Kosten für die Tierheime hervorrufen.

Erster "Mini-Miezen-Tag"

Für Sonntag, 9. Oktober, lädt der Tierschutzverein Bückeburg daher erstmals zum „Mini-Miezen-Tag“ ein. Von 13 Uhr bis 18 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, den im Tierheim untergebrachten und vermittelbaren Schnurrer-Nachwuchs in Augenschein zu nehmen – kuscheln und streicheln erlaubt. Bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen wird auch die Arbeit des Tierschutzvereins vorgestellt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm wie beim Tag der offenen Tür werde es aber nicht geben, betont Hachmeister. Von 13 Uhr bis 15 Uhr steht die Tierärztin des Vereins mit Ratschlägen zur Verfügung. jp

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