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21:01 17.04.2015
Christine Maiwald spricht zum Thema „Homöopathie – die Kraft der kleinsten Dosis“. Quelle: bus
Von Herbert Busch Bückeburg

Maiwald sprach im Bückeburger Museum im Rahmen des Gesprächskreises „Nachgefragt“ zum Thema „Homöopathie – die Kraft der kleinsten Dosis“. Die vor sechs Jahren vom Museum, dem Kulturverein und der damaligen Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik (heute: Gesellschaft für Sicherheitspolitik, GSP) initiierte Reihe erfreut sich nach wie vor bemerkenswerter Beliebtheit.

 Homöopathie zählt in der Bundesrepublik zu den populärsten der alternativen Therapieverfahren. Ihre Verfechter bezeichnen sie als eigenständige Heilmethode, die sich in ihrer Denkweise und ihrem therapeutischen Vorgehen grundlegend von der Schulmedizin unterscheidet.

 „Die Homöopathie wird von Vorurteilen begleitet“, räumte Maiwald ein, „sie hat aber nichts mit Alchemie, Esoterik, Mystik oder dergleichen zu tun.“ Sie habe es immer wieder fasziniert, mit dieser Therapie auf Menschen eingehen zu können. „Man muss natürlich sein Handwerk beherrschen“, betonte die Heilpraktikerin. Am Anfang der Behandlung gelte es, sich in bisweilen sehr langen und intensiven Gesprächen ein Bild vom Patienten zu machen. „Ich suche Antworten auf viele Fragen und hoffe, einen roten Faden zu finden, was ihn aus dem Gleichgewicht gebracht hat.“ Das Gesamtbild führe schließlich zu einer Arznei.

 Krankheiten wanderten von innen nach außen, führte die Referentin aus. „Wenn wir ganzheitlich heilen wollen, müssen wir also erst die organischen Dinge in Ordnung bringen.“ Dass die aus dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich stammenden Arzneistoffe auch in sehr großer Verdünnung wirken, könne wissenschaftlich „heute nicht unbedingt bewiesen werden“, gab Maiwald zu verstehen. Aber: „Die Physik weiß heute, dass unsere Zellen sich mit Lichtblitzen unterhalten. Auf dieser Ebene reagiert auch der Organismus. Und da reagieren die Zellen auch auf homöopathische Substanzen. Die Homöopathie wirkt deshalb, weil ein Teilreiz gegeben wird, ein winziger Schubs in eine Richtung, sodass der Körper selbst weiterheilen kann.“

 Grundsätzlich sei zu berücksichtigen, dass alles mit allem zusammenhänge. „Die Homöopathie hilft wunderbar, weil sie den ganzen Menschen erfasst“, erklärte die seit vielen Jahren in Bückeburg praktizierende Expertin. Mitunter komme ihr Wirken einer beträchtlichen Arbeit gleich. „Aber sie lohnt sich.“ Und: „Manchmal dauert es ein bisschen, aber es wird gut.“ bus