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Alte Hasen im Showgeschäft

Erst „Die schwarzen Brüder“ jetzt „Feuerzangenbowle" Alte Hasen im Showgeschäft

Mit Julian Ihloff (11) aus Bückeburg und Nicolai Schein (13) aus Heeßen hat das Ensemble der musikalischen Revue auf dem Weihnachtszauber erstmals zwei Jungdarsteller in ihren Reihen.

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Die beiden Jungdarsteller Nicolai Schein (13) aus Heeßen und Julian Ihloff (11) treten auf dem Weihnachtszauber auf.

Quelle: jp

Bückeburg/Heeßen.. Eine Premiere ist das Engagement in dem Stück „Die Feuerzangenbowle und die gute alte Zeit“, die täglich zweimal auf der Bühne des Nostalgiezelts im Schlosspark aufgeführt wird, dennoch nicht. Vielmehr sind die beiden Schüler des Gymnasiums Adolfinum schon recht erfahrene „alte Hasen“ im Showgeschäft. Während Julian schon in der Schneewittchen-Inszenierung des Schaumburger Märchenspiels auf der Bühne stand, erlebte Schein seine Feuertaufe als einer der drei Hauptdarsteller im Musical „Die schwarzen Brüder“.

 Musik hat den 13-Jährigen aus Heeßen seit frühester Kindheit begleitet. Mit vier Jahren machte Nicolai bei den Schaumburger Märchensängern mit und durchlief dort die Aufbaustufen bis zum Konzertchor. Seit seinem neunten Lebensjahr spielt er zudem Geige. Erste Auftrittserfahrungen sammelte er im Orchester der Musikschule sowie bei Chorprojekten am Gymnasium Adolfinum. Und beim Schaumburger Märchenspiel trug er bereits einmal die rote Zipfelmütze eines der sieben Zwerge. Anschließend schlüpfte er in die Rolle des Raben, der dem Publikum das bekannte Grimm’sche Märchen erzählt.

 Nicolais große Stunde schlug 2013, als beim Casting für das Musical „Die schwarzen Brüder“ vorsang. Er wurde als einer von drei Darstellern für die Hauptrolle des Giorgio genommen: „Da knallten bei meinen Eltern wirklich die Sektkorken!“ Eine unglaublich intensive Erfahrung seien die sechs Wochen Spielzeit gewesen, in denen der 13-Jährige auf der Musicalbühne des Bückeburger Schlosses den Schweizer Bergbauernjungen Giorgio verkörperte. „Vor meinem ersten Auftritt dachte ich mir noch: Wenn du da jetzt rausgehst, darfst du nichts falsch machen“, erinnert sich der Jungschauspieler. „Aber in den folgenden Aufführungen habe ich mich richtig freigespielt.“

 Nicolai hat dabei ein Selbstbewusstsein entwickelt, das er auch bei Presseterminen gzt gebrauchen kann: „Seit dem Musical fliegen mir die Engagements förmlich nur so zu.“ Denn auch sein nächste Bühnenverpflichtung steht bereits fest: In der Weihnachts-Gala „In 80 Tagen um die Welt“ der Fürstlichen Hofreitschule, die am 14. Dezember Premiere hat und insgesamt acht mal aufgeführt wird, fällt ihm die Schlüsselrolle des Dieners Passepartout zu. Ob er sich vorstellen könnte, die Schauspielerei einmal zu seinem Beruf zu machen? „Ich möchte es sehr gerne, weiß aber genau, wie unglaublich schwer es ist, wenn man allein davon leben will.“

 Auch sein 11-jähriger Darsteller-Kollege Julian hatte sich bei den „Schwarzen Brüdern“ beworben, konnte aber wegen eines geplanten Urlaubs während der Spielzeit nicht berücksichtigt werden. Dafür stand er vor wenigen Tagen beim Schaumburger Märchenspiel als Zwerg Rudi auf der Bühne des Rathaussaals: „Als ewig Genervter“, wie der 11-Jährige den Charakter seiner Rolle beschreibt. Zudem schritt er in der Nebenrolle eines „feinen Herrn“ über die Bretter, die die Welt bedeuten. Musikalisch ist der 11-Jährige nicht nur als Sänger aktiv, sondern auch als Klavierschüler bei den Märchensängern. Was gefällt ihm an der Schauspielerei am besten? „Wenn man den Text beherrscht und dann aus sich herausgehen und einfach frei spielen kann.“ Was für ein Talent beim Lernen von Texten der junge Bückeburger hat, stellte er nicht zuletzt im Vorfeld des Weihnachtszaubers unter Beweis, als er binnen weniger Tage sowohl seine Rollen für die dortige Revue als auch für das Schaumburger Märchenspiel einstudieren musste.

 In der Weihnachtszauber-Revue „Die Feuerzangenbowle“ verkörpern Nicolai und Julian an wechselnden Tagen den jungen Emil Pfeiffer, Filius des aus dem Spoerl-Roman und der berühmten Heinz-Rühmann-Verfilmung bekannten Schriftstellers Johannes Pfeiffer, der im Familienkreise in der Pension von Witwe Windscheidt ein geruhsames Weihnachtsfest verleben will. Geschrieben wurde das Stück von Jens Wassermann, inszeniert von Regisseurin Stephanie Brandt, für die Musikeinspielungen sorgte Stephan Winkelhake.jp

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