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Bückeburg Stadt Alter Burganlage auf der Spur
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Alter Burganlage auf der Spur
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21:12 16.04.2009
Der Kopf eines Wasservogels ist eine der wenigen Hinterlassenschaften, die bislang aus „Hus Aren“ geborgen worden sind. pr.

Bückeburg. Am südöstlichen Rand des Dorfes Nordholz in der Aueniederung finden sich die Überreste des „Hus Aren“, auch Burg Arnheim genannt. Wie archäologische Befunde für den Beginn des 12. Jahrhunderts bezeugen, hatten frühe Edelherren unserer Region dort eine Burganlage angelegt. Die Burg lag strategisch günstig, da von ihr aus die Handelsstraße, die von Minden über Evesen, Meinsen, Warber und Vehlen nach Osten führte, mühelos kontrolliert werden konnte. Das Adelsgeschlecht der Schaumburger hat den Komplex wohl in der Mitte des 13. Jahrhunderts übernommen.

Dieses war den Bischöfen in Minden ein Dorn im Auge, die in weiten Teilen unserer Region ebenfalls Kontrolle ausübten. Für eine gewisse Zeit waren Bischöfe und Schaumburger gemeinsam Besitzer der Burg. Möglicherweise steht mit diesen doppelten Eigentumsverhältnissen auch der Bau der „Nygenburg“ in Zusammenhang, die nur wenige hundert Meter vom Hus Aren – ebenfalls im Bereich des heutigen Dorfes Nordholz – errichtet wurde.

Wie auch immer: Die schwierigen Verhältnisse bedeuteten letztlich das Ende beider Burgen – sie wurden abgerissen. Stattdessen errichteten die Schaumburger einige Kilometer weiter östlich in einer sumpfigen Senke eine neue Burg: die Bückeburg. Der Rest ist Geschichte.

Durch das „Leaderprogramm“ der Europäischen Union eröffnet sich für Bückeburg die Möglichkeit, den geschichtsträchtigen Ort, der mit den Anfängen der Stadtgeschichte eng verknüpft ist, nicht nur eingehend erforschen zu lassen, sondern ihn über die dabei gewonnenen Erkenntnisse anschließend auch in Tourismus-Konzepte einzubinden – und damit für alle Bürger zu erschließen. Den Anstoß zu diesen Überlegungen hatte der „Tag des offenen Denkmals“ im vergangenen Jahr gegeben, bei dem gerade die fast verschwundene Doppelburg im Nordwesten der heutigen Stadt viele Neugierige angelockt hatte.

Mit einem dreistufigen Konzept sollen die Reste der Burganlage erkundet werden: Geomagnetische Untersuchungen geben Auskunft über im Untergrund noch vorhandene Bauspuren; eine Nivellement-Vermessung soll oberirdisch noch erfassbare Spuren sichern; Einwohner Evesens sollen zu früheren Flurfunden befragt werden – erfahrungsgemäß fördert der Pflug des Landwirts immer wieder mal Hinterlassenschaften früherer Jahrhunderte zutage.

Zum Leaderprojekt gehört in diesem Fall auch das Herrichten von Feldwegen, auf denen das Burggelände erreichbar ist, der Bau eines Rastplatzes an der Burg, Tafeln mit Informationen zur Geschichte des Platzes, neue Schilder für die bestehenden Routen „Schlösser und Herrensitze“ sowie „Bückeburger NaTour“ sowie eine aktualisierte Neuauflage des Prospekts „Radtour Schlösser und Herrensitze“.

Die Hälfte der Kosten von 47 000 Euro trägt die EU, den Rest teilen sich Landkreis und Stadt Bückeburg. thm

Eine dramatische Wende nahm der Fall des zeitweise vermissten Mädchens aus Hille. Die Vernehmung des vermeintlich unfallflüchtigen Täters ergab ein völlig anderes Bild des Vorfalls. Der geständige Täter gab an, den Unfall bewusst provoziert zu haben, um sich anschließend an seinem Opfer zu vergehen.

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Bückeburg setzt weiterhin auf Kreisel als Lösung für neuralgische Verkehrsknotenpunkte. Noch in diesem Jahr soll in Zusammenarbeit mit dem Landkreis der Kreisverkehr im Bereich Kreuzbreite/Hans-Neschen-Straße in Angriff genommen werden. Doch aus Müsingen wird Kritik laut: die Sicherheit der Radfahrer sei nicht gewährleistet.

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Wenn der Rosarote Panther im Kinderprogramm wissen will, „wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?“, ist die Frage kaum schlüssig zu beantworten. Mit Blick auf die Uhr der Bückeburger Stadtkirche erschließt sich die Antwort zwar auch nicht unmittelbar, sie kann aber ergründet werden. Dafür, dass Bewohner und Besucher der Ex-Residenz wissen, was die Stunde geschlagen hat, zeichnen in diesem Jahr erstmals Lieselotte „Lilo“ Liere und Brigitte Janke verantwortlich.

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