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Bückeburg Stadt Altersheim ist auch langsam im Rentenalter
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Altersheim ist auch langsam im Rentenalter
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20:19 26.09.2011
Pastor Wieland Kastning, der Vorsitzende des Trägervereins, begrüßt Bewohner und Gäste zum 50-jährigen Bestehens und zum Herbstfest des Altersheims. Quelle: jp
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Bückeburg (jp). Pastor Wieland Kastning, Vorsitzender des Trägervereins des Evangelischen Altersheimes, erinnerte in seiner Begrüßung an die schwierige Wohnsituation für alte Menschen in Deutschland vor einem halben Jahrhundert und speziell in Bückeburg. Der damalige Altbaubestand hatte häufig noch Vorkriegsstandard mit Ofenheizungen und Trockenaborts. Aufzüge, barrierefreie Badezimmer oder mobile Pflegedienste waren noch Zukunftsmusik. Das bisherige Altersheim, das damals noch in den Räumen des heutigen Hubschraubermuseums untergebracht war, wurde den Erfordernissen der Nachkriegszeit nicht mehr gerecht, sodass sich in Bückeburg eine breite Initiative aus Kirche, Politik und Bevölkerung zum Bau einer neuen Wohneinrichtung zusammenfand.

Das am 24. September 1961 eröffnete evangelische Altersheim verfügte damals über 43 Einzel- und elf Doppelzimmer und bot somit 65 Bewohnern Platz. Heute hat das Altersheim 68 Bewohner und bietet 70 Plätze an, diese nach diversen Erweiterungen, Umbauten und Modernisierungen auf wesentlich größerem und komfortablerem Raum als noch vor 50 Jahren.
„Dieses Haus hat den biblischen und gesellschaftlichen Auftrag, ältere Menschen in Würde zu lassen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu fördern“, erklärte Kastning. Den gestiegenen Lebenserwartungen und Ansprüchen der Menschen an Lebensqualität und Wohnkomfort sei das Altersheim durch die vielfältigen Umbauten und Erweiterungen gerecht geworden. „Wir wollen zwischen und mit den Bewohnern menschliches Zusammenleben im Sinne Jesu Christi ermöglichen“, sagte Kastning. „So kann ein Altersheim alt werden, ohne alt zu werden.“

Grüße entrichtete der Trägervereinsvorsitzende von seinem Amtsvorgänger Joachim Liebig, seit 2008 Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalt, sowie dem langjährigen Leiter des Altersheims Peter Oberheide. Werner Knieper, Vorsitzender des Heimbeirats, wies auf die hohe Zufriedenheit der Bewohner hin: „Alle fühlen sich hier wohl und wissen, dass sie hier in den besten Händen sind.“ Selbst in den Monaten, in denen die Bewohner aufgrund der Umbauarbeiten nach Bad Eilsen ausquartiert waren, habe es keine nennenswerten Klagen gegeben.

Kirchenrat Gerhard Fersing, Vorvorgänger im Amt des Trägervereinsvorsitz, erinnerte in seinem Grußwort ebenfalls an die schwierigen Jahre der Gründungszeit. „Die damaligen Initiatoren sahen sich in der Verantwortung, einem echten Notstand in Bückeburg zu begegnen.“ Damals geäußerte Befürchtungen, das neue Haus werde zu komfortabel und daher nicht den Ansprüchen der Bückeburger Senioren gerecht, sondern vielmehr „reiche Ruheständler aus dem Ruhrgebiet anlocken“, hätten sich 1961 glücklicherweise nicht erfüllt. „Das Haus wurde auf Anhieb von der heimischen Bevölkerung angenommen.“

In den Folgejahren hätten die Träger des Evangelischen Altersheimes stets mit zukunftsweisenden Entscheidungen auf wichtige gesellschaftliche und soziologische Entwicklungen reagiert. So freue es ihn, Fersing, ganz besonders, dass in diesem Jahr auch das zehnjährige Bestehen der Orangerie gefeiert werden könne. Dieses Gebäude wurde Ende der 90er Jahre vom Trägerverein gekauft, um in direkter Nähe zur Diakonie Sozialstation seniorengerechtes Wohnen anzubieten. „Ein Haus mit einem gänzlich anderen Wohnangebot, das sehr gut angenommen wird.“

Am Nachmittag eröffneten eine gemeinsame Andacht sowie eine große Kaffeetafel mit Bewohnern, Angehörigen und Freunden das Herbstfest des Altersheimes. „Dieses Haus war immer unser Vorzeige-Altersheim“, erklärte Bürgermeister Reiner Brombach in seinem Grußwort. Mittlerweile gebe es aufgrund der veränderten Alterspyramide weitere unverzichtbare Altersheime mit vielen zufriedenen Bewohnern in Bückeburg. „Aber das Evangelische Altersheim war immer unser Erstes und wird immer das bleiben, mit dem wir uns am meisten rühmen.“

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