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Am Bürgerschießen wird weiter gefeilt

Bückeburg / Pläne Am Bürgerschießen wird weiter gefeilt

2009 ist das Jahr gewesen, in dem das Bürgerbataillon alte Zöpfe abgeschnitten, das Fest gestrafft, um einen Tag verkürzt und zum Beispiel die Königsproklamation vom Montag auf den Sonnabend verlegt hat.

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Bürgerschießen 2009: Dieses Jahr wird vom 24. bis 28. August gefeiert. © Archiv

Bückeburg (rc). Alles im Zeichen, sich zu modernisieren und neue Teilnehmerkreise zu erschließen, insbesondere die Familien. Jetzt steht das nächste Bürgerschießen bevor – von Mittwoch, 24., bis Sonntag 28. August. Und das Bürgerbataillon um den neuen Stadtmajor Peter Kohlmann, dem Adjutanten Reiner Walter und dem neuen Vorsitzenden Martin Brandt bleibt der eingeschlagenen Linie treu und hat am Ablauf und der Gestaltung des Festes weiter gefeilt.

„Hierbei haben wir genau darauf geachtet, bewährte traditionelle Elemente mit neuen zeitgemäßen Aspekten zu verbinden. Getreu dem Motto unserer Heimatstadt ‚Trend und Tradition‘ wollen wir konsequent an einer Modernisierung und Verbesserung der Veranstaltung arbeiten, ohne auf bewährte Elemente zu verzichten“, sagte das Führungstrio, als es im Rahmen eines Pressegespräches das Bürgerschießen 2011 vorstellte.

Die wesentlichste Änderung ist, dass es in diesem Jahr keinen Festwirt mehr geben wird, der alle Veranstaltungen organisiert und dafür verantwortlich zeichnet, sondern gleich mehrere Wirte, die an den unterschiedlichen Feierorten wie Remise, Marktplatz oder Schießstand im Einsatz sind.

„Sie teilen sich die Aufgaben und das unternehmerische Risiko“, so Martin Brandt: „Und wir erhoffen uns neue Impulse in der gastronomischen Ausgestaltung der Veranstaltungen.“ Den Festauftakt am Mittwoch und den Kommers am Freitag in der Remise wird Fabian Hahn vom „Minchen“ übernehmen.

Das Kinderfest am Freitag, den Empfang vor dem Rathaus am Sonnabend und den Festumzug am Sonntag, allesamt auf dem Marktplatz, werden die Wirte von „Ratskeller“ und „Hof-Apotheke“ übernehmen. Die Bewirtung auf dem Schießstand wird Schießstand-Wirt Hans Syhre übernehmen, für das Essen dort zeichnet das „Alte Forsthaus“ verantwortlich. Insbesondere mit dem Umzug auf den Marktplatz erhofft sich das Bürgerbataillon eine „bessere Durchmischung“ der Aktiven mit den übrigen Bürgern. Geschlossenen Räumlichkeiten hätten sich in der Vergangenheit immer als Barriere erwiesen.

Vor zwei Jahren hatte noch „Minchen“-Wirt Fabian Hahn das gesamte Fest als Festwirt bestritten, insbesondere bei den Abendveranstaltungen am Donnerstag und Sonnabend, aber auch den Traditionsveranstaltungen, ein dickes Minus eingefahren.
Änderungen gibt es auch beim Mittwoch bei der „Bierprobe“ in der Remise, die jetzt „Fest-Auftakt“ heißt. Der Name suggerierte bisher „du musst saufen . . .“ so der Stadtmajor: „Was nicht mehr zeitgemäß ist.“ Statt der Beförderung von Chargierten ist jetzt eine gesellige Veranstaltung zur Einstimmung auf das Bürgerschießen geplant. Befördert wird noch, aber in sehr gestraffter Form, anschließend steht der gesellige Teil im Mittelpunkt, wenn die „Deistertaler Musikanten“ unter der Leitung von Günter Deseniß für Stimmung sorgen sollen. Ausdrücklich sind zu diesem Abend, bisher ein Privileg der Männer, auch die Damen eingeladen.

Am Donnerstag ist – wie üblich – das Grünholen im Wendthäger Forst, anschließend wird die Innenstadt geschmückt. Am Nachmittag ist im „Ratskeller“ ein „Bürger-Kaffee“ mit Musik und Unterhaltung, zu dem ausdrücklich alle Altersgruppen eingeladen sind. Eine Abendveranstaltung gibt es nicht.

Der Freitag bleibt, wie er war. Ab 10 Uhr wird das erste Mal um die Königswürde geschossen, am Nachmittag ist das große Kinderfest auf dem Marktplatz mit der Proklamation der Kinderkönige, abends ist der Zapfenstreich im Schlosshof, der auf 21.15 Uhr vorverlegt wird. „Einer der absoluten Höhepunkte des Festes in unvergleichlicher Atmosphäre und wichtigstes Alleinstellungsmerkmal des Bürgerschießens.“ Das Bataillon wird im Schein der Fackeln in den Schlosshof einziehen, wo das Blasorchester „Bückeburger Jäger“ und der Spielmannszug des TSV Ahnsen den „Großen Zapfenstreich“ spielen wird. Der Rundmarsch ist gekürzt und führt über die Stadtkirche in die Remise zum Kommers. Der auch gestrafft wird: Die Orden werden ruckzuck verliehen, dann geht es gleich mit Musik des Blasorchesters los.

Sonnabendmorgen wird wieder ab 10 Uhr geschossen, um 15 Uhr sollen die neuen Könige feststehen und auf dem Schießstand am Harrl proklamiert werden. Um 17 Uhr geht es zum Empfang vor das Rathaus, wo anschließend ein Platzkonzert die Zuschauer zum Verweilen locken soll. Eine Abendveranstaltung ist nicht geplant.
Der Sonntagmorgen steht ganz im Zeichen der Rottfrühstücke. Im Anschluss treffen die Rotts auf dem Marktplatz ein, wo um 15 Uhr der große Festumzug durch die Stadt beginnt. Und auch wieder endet. Nicht wie in den Vorjahren ist dann Schluss, denn die Spielmannszüge, die in den Rotts und beim Umzug aktiv waren, spielen ab 16 Uhr ein Platzkonzert.

„Alles in allem eine Weiterentwicklung nach dem großen Umbruch vor zwei Jahren“, so Kohlmann, Brandt und Walter unisono. „Unser primäres Ziel ist es, Menschen zueinander zu bringen, Nachbarschaften zu pflegen und Anonymität der Gesellschaft zu überwinden.“ Auch die bürgerliche Solidarität, einer der Grundgedanken des Bürgerschießens, wird weiter aufrecht gehalten, in dem wieder eine Sammlung für die Kinderhilfe stattfindet. 7500 Euro kamen bisher zusammen.

• Übrigens: Rund 20.000 Euro kostet das Bürgerschießen. „Eine Summe, die refinanziert werden muss und eine große Herausforderung für das Bataillon darstellt“. Daher muss der Preis für das Festabzeichen auf fünf Euro erhöht werden. Die Abzeichen sind bei den Rottleitern erhältlich.

• Und noch ein Übriges: 2013 soll das Bürgerschießen nicht mehr Bürgerschießen heißen, so die Überlegungen im Vorstand.

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