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Am Hafenband wird fleißig geknüpft

Bückeburg/Minden / Mittellandkanal Am Hafenband wird fleißig geknüpft

„Alle Teilarbeiten erfolgreich abgeschlossen beziehungsweise angestoßen“, lautet das von Sebastian Jezek mit Blick auf die ersten drei Jahre des „Hafenbandes am Mittellandkanal“ gezogene Fazit.

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Sebastian Jezek (Mitte) erläutert an Bord der „Wappen von Minden“ die Aktivitäten des Hafenbandes. Rechts: Karl-Heinz Zühlke, links: Bückeburgs Vertreter Horst Tebbe. © bus

Bückeburg/Minden (bus). „Alle geplanten Maßnahmen sind durchgeführt oder befinden sich in der Umsetzung“, ergänzte der Koordinator des Gemeinschaftsprojekts während eines Pressegesprächs an Bord des Raddampfers „Wappen von Minden“. Kleinere Verzögerungen in Teilbereichen seien auf die Neubesetzung der koordinierenden Stelle zurückzuführen.

Die Stelle war, bevor Jezek im November des vergangenen Jahres die Nachfolge von Hanna Esper antrat, einige Zeit lang vakant gewesen. Das Hafenband fasst die Interessen der am Mittelland angesiedelten Umschlagplätze Bückeburg-Berenbusch, Espelkamp, Hille, Lübbecke, Minden und Preußisch Oldendorf zusammen.

In einer im Juni 2008 getroffenen Vereinbarung wird als Ziel die Bündelung aller hafenbezogenen Logistikaktivitäten in Ostwestfalen und im angrenzenden Niedersachsen festgehalten. Um schneller auf die Kundenbedürfnisse reagieren zu können, wird eine gemeinsame, aufeinander abgestimmte Entwicklung der Hafenstandorte bei der Koordinierung der jeweiligen Hafenaktivitäten und der Profilierung der einzelnen Standorte im Hinblick auf eine Spezialisierung sowie ein gemeinsames Auftreten nach außen angestrebt.

Das Projekt war 2008 von der nordrhein-westfälischen Landesregierung als überregional bedeutsam eingestuft und mit 280.000 Euro Fördergeld ausgestattet worden. Insgesamt stehen den Partnern für den vom März 2010 bis März 2012 reichenden Förderzeitraum 350.000 Euro zur Verfügung.

Jezek zog jetzt sozusagen eine Halbzeitbilanz. Im ersten Abschnitt ging es hauptsächlich um die Installierung einer einheitlichen Kommunikationsinfrastruktur. „Hier befinden wir uns im finalen Stadium der Umsetzung“, erläuterte der Berichterstatter den Vertretern der beteiligten Kommunen sowie Karl-Heinz Zühlke vom NRW-Verkehrsministerium, der eigens aus Düsseldorf angereist war, um sich über den derzeitigen Stand der Dinge zu informieren.

Herzstück der Infrastruktur ist eine im Internet platzierte Vermarktungs- und Vergabeplattform. Jezek: „Mit dem Portal erfolgt einerseits eine zentralisierte Außenkommunikation des Hafenbandes. Andererseits werden die Strukturen und Spezialisierungen sowie logistisch relevante Kerninformationen der beteiligten Häfen dargestellt.“

Darüber hinaus wurde eine Studie in Auftrag gegeben, die nicht nur Ausgangssituation und Bestandsanalyse beschreibt sondern auch Prognosen und Handlungsoptionen aufzeigt. Zudem erstellte das bei der Mindener Hafen GmbH angesiedelte Management redaktionelle Beiträge für die Fachpresse, eine Image-Broschüre und einen Flyer.

Ob die in diesem Handzettel zusammengefassten Informationen der für den zweiten Projektabschnitt ins Auge gefassten Akquise vollends zum Vorteil gereichen, erscheint indes ungewiss. Interessenten, die mit den örtlichen Gegebenheiten nicht vertraut sind, müssen nach Darstellung des Flyers davon ausgehen, dass das Mindener Containerterminal über keinerlei Straßen-Verkehrsanbindung verfügt. Überdies könnte die im Internet eingerichtete „Collaboration-Plattform“ Verwirrung stiften. „Collaboration“ verfügt im Englischen über zwei Bedeutungen.

Das Wort steht gleichermaßen für „Zusammenarbeit“ wie für „Kollaboration“, was der Duden als „aktive Unterstützung einer feindlichen Besatzungsmacht gegen die eigenen Landsleute“ definiert.

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