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Amnesty-International-Gruppe sammelt Unterschriften

Gegen Folter Amnesty-International-Gruppe sammelt Unterschriften

„Er drückte sie gegen eine Wand und schlug sie. (...) Er zwang sie, einen Wischlappen zu essen. Dann kam ein anderer“: Aus Anlass des „Welt-Anti-Foltertages“ hat die Amnesty-international-Gruppe 1019 Schaumburg zahlreiche Unterschriften gesammelt.

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Aufmerksamkeit erzeugt politischen Druck – Unterschriften können Leben retten.

Quelle: mig

Bückeburg (mig). Aktuell wird in 141 Ländern der Welt gefoltert.

 Schlafentzug, Elektroschocks, simuliertes Ertränken: Es gibt viele Arten, Menschen zu foltern. Und gefoltert wird immer mehr und immer öfter. In mehr als der Hälfte der Länder der Welt wird den Betroffenen schweres Leid zugefügt, bis ihr Wille gebrochen ist. Oder bis sie sterben. Oft kämpfen Folteropfer ein Leben lang mit den Folgen. Folter, so Amnesty international, ist ein Angriff auf die Persönlichkeit und die Menschenwürde des Opfers. Auch in den USA werden im Namen des „Krieges gegen den Terror“ Menschen systematisch misshandelt.

 Das Zitat aus der Einleitung stammt übrigens von Alfreda Disbarro einer Frau von den Philippinen. Die junge Frau wurde im vergangenen Jahr wegen angeblichen Drogenhandels festgenommen – und gefoltert. Aktuell sitzt sie in einem Gefängnis und wartet auf ein Verfahren. Was so ein Bericht auch deutlich macht: Folter gibt es in allen Teilen der Welt. Das ist die erschütternde Bilanz des Amnesty-Berichtes 2014.

 Schwerpunkt einer neuen Kampagne ist Folter in staatlicher Haft oder in Gewahrsam. Ob Waterboarding der CIA, entwürdigende Leibesvisitationen von Schwulen, „korrigierende“ Vergewaltigungen von Lesben in afrikanischen Gefängnissen, die Tortur Hunderttausender in nordkoreanischen Lagern, die Misshandlung von Demonstrierenden in der Ukraine oder die teilweise brutale Abschiebung von Asylsuchenden an den EU-Außengrenzen – stets sind Vertreter der jeweiligen Staatsgewalt involviert.

 Amnesty fordert, dass die in der Antifolterkonvention festgeschriebenen „Safeguards“ endlich konsequent umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem das Verbot geheimer Haft ohne Kontakt zur Außenwelt oder unangemeldete Kontrollen in den Gefängnissen. Und noch eines ist deutlich geworden in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten: Aufmerksamkeit sowie politischer Druck können Leben retten. Deshalb sammelt die Bückeburger Gruppe an diesem Morgen viel Unterschriften. „Das Interesse ist sehr groß, dank des Bündnisses für Familie haben wir einen sehr guten Standort“, lautet das Fazit von Christel Wieding und ihrer Mitstreiter.

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