Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Ampeln im Blickpunkt

Bückeburg Ampeln im Blickpunkt

Naheliegend erscheint der Gedanke, die Ampeln an einigen Straßenkreuzungen in der Bückeburger Innenstadt über Nacht abzuschalten und die Vorfahrt währenddessen mittels der dort stehenden Verkehrsschilder zu regeln.

Voriger Artikel
Himmlischer Chorgesang in der Kirche
Nächster Artikel
„Ächtet alle Atomwaffen“

Ortstermin an der Kreuzung Ulmenallee/Scheier Straße/Oberntorstraße: Polizeihauptkommissar Arno Hansing informiert Mitglieder der Senioren-Union (links im Bild Friedel Pörtner) über das dortige Unfallaufkommen.

Quelle: wk

Bückeburg. Zum einen ist in dieser Zeit im Allgemeinen weniger los auf den Straßen, sodass es keiner stur nach Ampelzeitintervall gesteuerten Organisation bedarf, zum anderen spart die zeitweilige Abschaltung der Anlagen Stromkosten ein, was dem klammen Haushalt der Stadt zugute kommt. Allerdings hat das Ganze auch einen unschönen Nebeneffekt, wie Mitglieder der Senioren-Union (SU) Bückeburg bei einem Ortstermin an der Kreuzung Ulmenallee/Scheier Straße/Oberntorstraße von Polizeihauptkommissar Arno Hansing erfahren haben – ein erhöhtes Verkehrsunfallaufkommen.

Demnach haben sich dort in den Jahren 2012 bis 2014 elf Verkehrsunfälle ereignet, davon neun unmittelbar im Kreuzungsbereich, von denen wiederum „mehr als 50 Prozent“ in der Zeit von 20 Uhr – also nach automatischer Abschaltung der Ampelsteuerung – bis Mitternacht passiert waren.

Noch „markanter“ sind die Unfallzahlen hinsichtlich der Straßenkreuzung Unterwallweg/Bahnhofstraße, die nachts ebenfalls ohne Ampelsteuerung auskommen muss. Allein aus dem Jahr 2014 sind bei der Polizei sechs im Kreuzungsbereich verursachte Verkehrsunfälle bekannt, von denen vier nach 20 Uhr eingetreten waren.

Durch die von Hansing präsentierten Zahlen sah sich SU-Chef Friedel Pörtner in seiner Einschätzung bestätigt, dass der Verkehr im Bereich dieser beiden Kreuzungen im Interesse einer Verminderung der Unfallzahlen wieder länger als nur bis 20 Uhr mit Ampeln geregelt werden müsse. Dies voranzutreiben, dafür habe man sich übrigens schon zuvor „einmütig“ innerhalb des Vorstandes der Senioren-Union ausgesprochen, verriet der ehemalige CDU-Landtagsabgeordnete, wobei man wisse, dass „das Votum der Polizei“ bei der letztlich von der Stadt Bückeburg zu treffenden Entscheidung, wie die Ampeln zukünftig geschaltet werden, „maßgebliches Gewicht“ hat. Seitens der Polizei werde man dieses Thema auf jeden Fall bei der nächsten Tagung der gemeinsamen Verkehrsunfallkommission der Polizeiinspektion Nienburg/ Schaumburg ansprechen, versicherte Hansing. Allerdings stehe diese turnusmäßig erst im Mai 2016 an. „Wenn es erst Tote gegeben hat, dann geht es schneller“, merkte eine Frau aus dem Kreis der Senioren-Union hierzu in sarkastischem Ton an. Woraufhin der Polizeihauptkommissar berichtete, dass bei einem der genannten Verkehrsunfälle im Bereich der Straßenkreuzung Unterwallweg/Bahnhofstraße auch ein Mensch ums Leben gekommen war. wk

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg