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Anderer Blick auf die Dinge

Ungewöhnlicher Gottesdienst Anderer Blick auf die Dinge

Frisch, fromm, fröhlich, frei – so hat sich der jüngste „Blickwechsel“-Gottesdienst präsentiert. Vor einem erstaunlich heterogenen Publikum wurde das Thema „Bio, fair und mutlos. Es erwartet keiner von dir, dass du die Welt rettest“ aufbereitet.

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Die Blickwechsel-Gottesdienste sind vor allem von Musik und szenischen Darbietungen geprägt.

Quelle: mig

Bückeburg. Ziel der „Blickwechsel“-Gottesdienste ist es, auch Menschen zu erreichen, „von denen sich die Kirche entfernt hat“, die also traditionelle Gemeindeangebote nicht ansprechend finden und „den Mut haben, sich neu mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen“. Die Themen sollen sich „stark an den aktuellen Fragen unserer Zeit und an den Lebenssituationen unserer Besucher“ orientieren, überhaupt „neugierig machen“. Das ist dem Vorbereitungskreis auch diesmal wieder gut gelungen.

 „Wir haben uns sehr gefreut, dass es endlich weiter geht“, verriet Julia Schweizer dem altersmäßig gut durchgemischten Publikum. Und weiter geht’s, und zwar mit einem durchaus spannenden Programm, dass auch „Kirchen-Ferne“ anspricht und ansprechen soll.

 Am Sonntag, 18. Oktober, soll das Thema „Müde bin ich, lass mich in ruh’. Wenn der Kinderglauben erwachsen wird“ behandelt werden, am Sonntag, 15. November, folgt „Ein Engel kommt selten allein, oder: Die Suche nach dem Glück“.

 Umrahmt werden die Veranstaltungen von einem Zusammensein rund ums Taufbecken. Stehtische laden zum Verweilen ein, außerdem gibt es ein Gläschen Wein oder Saft. Ein Angebot, das von den Zuhörern bisher sehr gut angenommen wurde.

 Noch ein Wort zum jüngsten Gottesdienst, der in einem spannenden „Streitgespräch“ zwischen Pastor Jan-Uwe Zapke und Landesbischof Karl-Hinrich Manzke gipfelte: auf der einen Seite Zapke, der vor zu viel Dramatik und Angst warnte. Auf der anderen Seite Manzke, der immer wieder den Raubbau an der Natur und am Menschen anprangerte. „Die ‚Geiz ist geil‘-Mentalität, die heute zunehmend herrscht, wird auf uns zurückfallen“, brachte es ein weiterer Akteur auf den Punkt. Und auch Manzke und Zapke waren sich zum Schluss einig: Man solle den Blick auf die Schönheit des Lebens richten. Die Güte treibe die Menschen zur Umkehr und nicht die Drohung. Der Blick auf die Schönheit der Erde bringe sie dazu, etwas verändern zu wollen. mig

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