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Bückeburg Stadt Antifa demonstriert für Kampagne „Antifaschistischer Selbstschutz“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Antifa demonstriert für Kampagne „Antifaschistischer Selbstschutz“
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00:22 22.04.2015
Mit Sprechchören, Bannern und Kundgebungswagen zogen 235 Mitglieder der Antifa durch Bückeburg, um mit der Auftaktdemonstration zur Kampagne „Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig“ auf bevorstehende Prozesse am Landgericht zu verweisen. Quelle: rc
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Bückeburg

Nach Angaben der Polizei 235, nach Angaben der Veranstalter 350 Teilnehmer, zogen unter dem Motto „Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig“ vom Bahnhof über den Marktplatz vor das Justizzentrum, dann am Polizeirevier entlang zurück zum Bahnhof.

Bei mehreren Kundgebungen bemängelte die Antifa den Umgang von Stadtverwaltung, Polizei und Justiz mit ihnen in Bückeburg. Seit Jahrzehnten gebe es etablierte Neonazi-Strukturen in Schaumburg, in Bückeburg habe sich seit spätestens 2008 eine öffentlich auftretende rechte Szene gebildet. Die Auseinandersetzungen zwischen vermeintlichen Neonazis und Antifa seien verharmlosend als Jugendkonflikt eingestuft worden. Zu Störungen kam es nicht.

 119 Polizeibeamten waren unter der Leitung des Kommissariatsleiters Werner Steding vor Ort. Der Einsatzleiter zog abschließend ein äußerst positives Fazit vom Demonstrationsverlauf und zeigte sich sehr zufrieden bei dem Zusammenwirken der eingesetzten Polizeikräfte.

 Eine polizeiliche Eingriffsmaßnahme wurde verzeichnet, als nach der Kundgebung auf dem Marktplatz Flyer ohne Impressum beziehungsweise Hinweise auf den Herausgeber verteilt wurden. Was zu einiger Unruhe im Demonstrationszug führte, der auf der unteren Langen Straße umkehrte und einige Meter zurückmarschierte. Erst nach einigen Minuten nach Beruhigung der Lage und dem Zurückgehen von Polizeibeamten ging es weiter. Die Demonstration, die um 14 Uhr am Bahnhof gestartet war, endete gegen 16.20 Uhr auch dort.

 Seitens einer Pressesprecherin wurde die Auftaktdemonstration zur Kampagne „Antifaschistischer Selbstschutz ist legitim und notwendig“ in Bückeburg als geglückt bezeichnet: „Die Veranstaltung war ein gelungener Auftakt der Kampagne, um Solidarität mit den von Repressionen betroffenen Bückeburger Antifaschisten kundzutun. Außerdem ist es uns gelungen, auf die bevorstehenden Prozesse aufmerksam zu machen.“ Diese Prozesse wolle die Gruppe kritisch beobachten und begleiten.

 Wie berichtet, sind bei der Bückeburger Justiz noch 17 Anklagen gegen Linke anhängig, die aus den Zeiten stammen, als es in Bückeburg regelmäßig zu Auseinandersetzungen zwischen mutmaßlichen Rechten und Linken gekommen ist. Die Strafverfahren sind in drei Anklagen bei der Großen Jugendkammer am Landgericht sowie einer weiteren vor dem Jugendschöffengericht zusammengefasst. rc

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