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Bückeburg Stadt Arbeiten am Regioport Weser gestartet
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Arbeiten am Regioport Weser gestartet
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21:39 06.06.2017
Für den Regioport Weser I wird zurzeit eine Baustraße errichtet. Quelle: rc
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MINDEN/BÜCKEBURG

Der geplante Hafen wird als Einbuchtung in den Mittellandkanal in Päpinghausen gebaut. Die geplante Anlegestelle geht 27,5 Meter in die Tiefe und wird 200 Meter lang. Mit den nun begonnenen Baggerarbeiten werde aber zunächst ein Trockenbau auf dem Gelände dahinter erstellt und die Fläche befestigt, da sie so nicht tragfähig sei, erklärt Schmidt. Zeitgleich werde die Baustraße errichtet, die von der Karlstraße zum Hafen führe.

 Anschließend wird ein Fangedamm gebaut: Er hält das Wasser des Mittellandkanals zurück, sodass im Trockenen am Kai und am Hafenbecken gearbeitet werden kann. „Auch der ganze Boden des Hafenbeckens muss abgetragen werden“, erklärt Joachim Schmidt.

Vier Liegeplätze für Containerschiffe

Spundwände werden errichtet, die das Hafenbecken stützen. Stück für Stück wird so der Hafen in den Mittellandkanal gebaut. In einem weiteren Schritt stehen die Arbeiten an der Containerumschlagfläche an. Letztlich sollen dort einmal zwei bis vier Liegeplätze für Containerschiffe und dazugehörige Krananlagen sowie Stellflächen für Container vorhanden sein. Das Gelände umfasst insgesamt 14 Hektar.

 „Für die Baumaßnahmen sind 18 Monate eingeplant“, so Schmidt. Im Spätherbst 2018 sollen sie beendet sein. Die Arbeiten gehören zum ersten von voraussichtlich drei Bauabschnitten. Später sollen Gleisanlagen gebaut werden. Eventuell wird auch die Kaimauer verlängert, um so weitere Liegeplätze zu schaffen.

 Die Planungen des Regioports Weser begannen 2006: Dahinter stand die Beobachtung, dass der Industriehafen II in Minden für den wachsenden Containergüterverkehr auf Dauer nicht ausreichen würde. Zudem sollte der Güterverkehr besser an Transportmöglichkeiten per Bahn und Straße angebunden werden.

Hafen Berenbusch wird erweitert

Zum Projekt Regioport Weser gehört nicht nur der neue Containerhafen in Minden, sondern auch die Ertüchtigung beziehungsweise Erweiterung des Hafens in Bückeburg Berenbusch, Regioport Weser II genannt. Die Ertüchtigung der Kaikante für über fünf Millionen Euro ist bereits abgeschlossen. Derzeit ist der zuständige Planungsverband dabei, den Bebauungsplan des zweiten Abschnitts des Hafens zu bearbeiten. Dieser Bereich soll als hafenaffines Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Am 20. Juni berät die Verbandsversammlung über das Ergebnis der öffentlichen Auslegung und die Behördenbeteiligung und will den Beschluss des Bebauungsplans als Satzung fassen. Für die verbindliche Bauleitplanung ist der Planungsverband Regioport Weser zuständig, zu dem die Stadt Minden, der Kreis Minden-Lübbecke, die Stadt Bückeburg und der Landkreis Schaumburg gehören.

 Der Neubau des Containerterminals am Mittellandkanal in Minden kostet im ersten Bauabschnitt rund 22 Millionen Euro. Fast 80 Prozent davon zahlt der Bund, den Rest muss die Mindener Hafen GmbH aufbringen. Weitere rund 1,5 Millionen Euro steuert das Land Nordrhein-Westfalen für die straßenseitige Verkehrsanbindung des Regioports bei.

 Die All-inclusive-Summe für den Endausbau mit Baulandkauf, Verlegung von Hochspannungsleitungen und anderen Posten wird auf 63 Millionen Euro geschätzt, davon sind voraussichtlich rund 20 Prozent von der Mindener Hafen GmbH aufzubringen. dcp/mt/rc

Zwei Klagen

Das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen wird Ende Juni über zwei Klagen gegen den Regioport Weser I befinden. Am 26. Juni steht bei den Münsteraner Richtern ein Normenkontrollantrag gegen den Bebauungsplan (B-Plan) auf der Verhandlungsliste, den der zu diesem Zweck extra gegründete Planungsverband, dem die Städte Bückeburg und Minden sowie die Landkreise Minden-Lübbecke und Schaumburg angehören, als Satzung beschlossen hat. Die in Bückeburg wohnende Antragsstellerin rügt unter anderem die Beteiligung der Kreise am Planungsverband, da diese keine bauplanerischen Befugnisse hätten. In dem gleichen Termin wird eine Klage der Stadt Porta Westfalica verhandelt. Sie macht geltend, dass der B-Plan interkommunal nicht ausreichend abgestimmt sei. rc

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