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Auch ein Porsche fährt vor

Bückeburger Landmesse "Ährensache" Auch ein Porsche fährt vor

Trotz der wenig sommerlichen Wetterverhältnisse hat das Treckertreffen im Rahmen der fünften Schaumburger Landmesse „Ährensache“ die Erwartungen der Teilnehmer und Zuschauer erfüllt.

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Anfassen und Streicheln sind bei der "Ährensache" erlaubt.

Quelle: jp

Bückeburg. Mit rund 350 Fahrzeugen fiel die Teilnahme des wieder von den Alttraktorenfreunden Weserbergland organisierten Stelldicheins historischer Traktoren und Landmaschinen auf der Mausoleumswiese noch einmal deutlich höher aus als im vergangenen Jahr, als rund 280 Trecker gekommen waren. „Das ist schon eine tolle Resonanz“, befand Organisator Ulrich Korff, der wie in jedem Jahr mit seinem Eicher Trecker Baujahr 1963 aus Porta Westfalica angereist war.

 Mit ihm hatten sich zahlreiche Traktoren und diverse andere landwirtschaftliche Maschinen älteren Semesters auf den Weg nach Bückeburg gemacht, darunter so klangvolle Herstellernamen wie Lanz, Deutz, Eicher, Unimog, MAN, Holder, Kramer und – man glaubt es nicht – auch Porsche. Was viele gar nicht mehr wissen: Der Nobelkarossenhersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen produzierte in den fünfziger Jahren in Manzell am Bodensee Trecker mit Dieselmotoren.

 Auch internationale Fabrikate waren diesmal auf der Mausoleumswiese dabei wie zum Beispiel gleich mehrere Maschinen des bereits ursprünglich in Kanada beheimateten, dann 1953 mit einer amerikanischen Firma fusionierten Landmaschinenherstellers Massey. Als goldrichtig erwies sich angesichts der Teilnehmerzahlen daher auch die Entscheidung der Veranstalter, das Fahrerlager mit den Wohnwagen und Zivilfahrzeugen auf die andere Seite des Mausoleumswäldchens auf den Großparkplatz am Hasengarten zu verlegen. „Wir hätten so viele Trecker sonst unmöglich auf der Mausoleumswiese unterbringen können“, sagt Schlossverwalter Alexander Perl.

 Treuer Teilnehmer des Treckertreffens ist von Anfang Winfried Langner aus Lauenförde alias „Deutz-Willi“, der es mit den Fahrten seines 15 PS-starken Deutz-Treckers „Robert“ von seinem Heimatort bis nach Mallorca und bis ans Nordkap bereits zu beträchtlicher Medienaufmerksamkeit brachte. Als Teilnehmer mit der weitesten Anreise wurde Werner Brusch geehrt: Dieser wohnt zwar im 150 Kilometer entfernten Sittensen bei Rotenburg (Wümme), fuhr aber zur „Ährensache“ in Bückeburg auf seinem 40 PS starken, luftgekühlten Eicher EM 300 Königstiger Baujahr 1966 über 600 Kilometer vom vorherigen Treckertreffen im südbayrischen Landshut. Als ältestes Fahrzeug war ein Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936 auf der Mausoleumswiese zu bewundern, flankiert von diversen weiteren Treckern dieses Fabrikats aus den vierziger Jahren.

 Zentraler Veranstaltungspunkt war die gemeinsame Ausfahrt durch die Bückeburger Niederung bis zur „Schraub-Bar“ und zurück. Auch über die Zuschauerresonanz auf der Mausoleumswiese brauchten sich die Traktor-Piloten nicht zu beklagen. Vor allem am Sonnabendvormittag bevölkerten zahlreiche „Ährensache“-Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, die Mausoleumswiese und bewunderten die ausgestellten vierrädrigen Schätze. Dass die Besucherzahlen bei besserem Wetter noch ganz anders hätten ausfallen können, das war auch Ulrich Korff klar: „Bei Sonne und Trockenheit hätten uns die Leute hier sicherlich die Bude eingerannt.“  jp

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