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Bückeburg Auf der Warteliste

Immer mehr Bückeburger Eltern machen ihren gesetzlichen Anspruch auf die Bereitstellung eines Krippenplatzes für Kinder im Alter von ein bis drei Jahre geltend.

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Die Städtische Kindertagesstätte auf dem Neumarktplatz am Unterwallweg: Ab dem kommenden Jahr wird dort eine Krippengruppe mit 15 Plätzen eingerichtet. Bis 2016 plant die Stadt den Neubau einer eigenen Kinderkrippe, möglichst nahe am Unterwallweg.

Quelle: rc

Bückeburg. Bisher reichten die insgesamt 75 Betreuungsplätze in Einrichtungen und 54 Plätze in der Tagespflege aus, die von der Bundesregierung gesetzte Quote von einem Versorgungsgrad von 35 Prozent mit 31,9 Prozent annähernd erfüllen zu können. Das ist jetzt vorbei. Mit Beginn des Kindergartenjahres 2014/2015 kann die Stadt nicht mehr genügend einrichtungsgebundene Krippenplätze bereitstellen, sodass eine Warteliste mit fünf Kindern aufgemacht werden musste.

 Da die Verwaltung von einer weiter steigenden Nachfrage ausgeht, mittelfristig von 50 Prozent, will sie handeln. Mittelfristig mit dem Neubau einer eigenen Kinderkrippe, kurzfristig mit einer Umstrukturierung in der Städtischen Kindertagesstätte am Unterwallweg, wo ab dem 1. Januar 2015 eine neue Krippengruppe mit insgesamt 15 neuen Plätzen eingerichtet wird. „Das ist ein großes Vorhaben“, sagte Fachgebietsleiter Christian Schütte, als er im Ausschuss für Jugend und Familie das Projekt vorstellte. Die Stadt rücke damit von ihrer bisherigen Position ab, dass der Bedarf je nach Nachfrage gedeckt wird, sondern halte dann eigene einrichtungsgebundene Plätze vor.

 Wie Schütte erläuterte, könnten die derzeit fehlenden fünf Plätze mit vorhandenen Plätzen in der Kindertagespflege gedeckt werden. Rechtlich sei dieser Verweis für die Kommune zulässig, wenn der Rechtsanspruch nicht anderweitig in zumutbarer Entfernung zum Wohnort gedeckt werden kann. Aber: Die Plätze in der Tagespflege seien bei den Eltern nicht so gefragt, die eine Kontinuität für ihre Sprösslinge bis zur Einschulung wünschten, was eher in den Einrichtungen erfüllt werde.

 Kurzfristig soll das Problem zum 1. Januar 2015 behoben werden, in dem die Stadt in der Kindertagesstätte umstrukturiert. Eine Hortgruppe zieht vom Erd- ins Obergeschoss. Dadurch werden drei geeignete Räume mit separaten Sanitärräumen frei. Sie bieten Platz für 15 Krippenplätze.

 Für die derzeit noch im Obergeschoss untergebrachte Hausaufgabenhilfe wird die alte Hausmeisterwohnung der leer stehenden Herderschule angemietet – unmittelbar neben der Kindertagesstätte, sodass für die rund 30 betroffenen Kinder keine größeren Veränderungen anstehen. Die Landesschulbehörde hat sich die Wohnung bereits angeschaut und nach Angaben von Schütte ihre Zustimmung gegeben.

 Wie der Fachgebietsleiter weiter sagte, werden durch diese Umstrukturierung keine Investitionsmittel gebunden, lediglich Mietzahlungen würden anfallen. Das für die mittelfristige Krippenlösung benötigte Inventar könne langfristig in der neuen Kinderkrippe weitergenutzt werden. Der Arbeits- und Organisationsaufwand innerhalb der Kindertagesstätte könne bis Ende des Jahres gut bewältigt werden. In alternativen Einrichtungen in freier Trägerschaft hätte dies alles schwieriger umgesetzt werden können. Auch der Bau oder die Anmietung eines Containers sei von der Verwaltung geprüft, aber verworfen worden. Es seien „große Widerstände“ der Genehmigungsbehörde zu erwarten gewesen.

 Zum geplanten Neubau bis 2016 wurden noch keine weiteren detaillierten Angaben gemacht. Schütte: „Wir haben uns zunächst auf die mittelfristige Lösung konzentriert.“ Es soll ein Neubau mit 30 Plätzen sein, zwei- oder dreizügig. Die Investitionskosten werden bis 2016 zu 77 Prozent noch aus Fördermitteln des Bundes und des Landes Niedersachsen übernommen, sodass der städtische Anteil relativ gering ausfallen werde. Eine Summe, wie hoch die Kosten sein könnten, wurde nicht genannt. Auf Grundstückssuche ist die Stadt noch nicht gegangen. Damit wolle man Anfang 2015 beginnen. Die Krippe sollte schon in unmittelbarer Nähe der bestehenden Einrichtung sein, forderte Ratsherr Bernd Schierhorn (Bündnis90/Die Grünen) in der anschließenden Diskussion: „Alles unter einem Dach wie in der bisherigen Kindertagesstätte hat seinen Charme.“

 Allgemein wurden die Pläne im Ausschuss mit großer Zustimmung begrüßt. Das Votum war einstimmig – auch dazu, dass in der mittelfristigen Finanzplanung die voraussichtlichen Herstellungskosten zum Bau einer Krippe einzuplanen sind. rc

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