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Auf ein Neues

Bürgerinitiative gegen Bahnausbau formiert sich Auf ein Neues

Im Anschluss an die Bekanntmachung der Bahn-Neubaupläne für die Strecke zwischen Bückeburg und Porta Westfalica zeichnet sich eine Neugründung der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau (Bigtab) ab.

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Bückeburg/Porta Westfalica. „Lasst es uns noch mal machen“, sagte Thomas Rippke gegen Ende einer Zusammenkunft im Versammlungsraum der Lerbecker Dorfgemeinschaft. Rippke war von 2002 bis zu deren offizieller Auflösung 2006 Vorsitzender der Initiative. Die Bigtab hatte seinerzeit wesentlichen Anteil an der Verhinderung des trassenfernen Ausbaus.

 Dem Treffen wohnte eine recht nostalgische Atmosphäre inne. Etliche der rund 30 Teilnehmer waren bereits damals mit von der Protestpartie. Es waren aber auch Menschen zu sehen, die zu jener Zeit noch nicht zum Kreis der Initiative zählten. Wie etwa Portas aktueller Bürgermeister Bernd Hedtmann, der sich ohne Wenn und Aber gegen das Neubauvorhaben aussprach. „Ich bin ein ganz klarer und erklärter Gegner“, betonte das Stadtoberhaupt.

 Wie Hedtmann stammten die meisten Teilnehmer aus Porta Westfalica; Vertreter aus Minden sowie den Bückeburger Ortsteilen Evesen und Röcke ergänzten den Kreis. „Ich bin damit nicht einverstanden“, ließen sie während einer Vorstellungsrunde wissen. Und: „Ich will wissen, ob wir in Zukunft noch ruhig schlafen können.“ Sowie: „Ich bin ein bisschen sauer, dass man als Anwohner keine Planungssicherheit hat.“ Und: „Ich möchte auf die Barrikaden gehen.“

 Er hätte nicht gedacht, dass sie sich wegen der Bahn einmal wieder treffen würden, gab Reinhard Fromme zu verstehen, der seinerzeit stellvertretender Vorsitzender der Bigtab war. Mittlerweile ist er Mitglied des Portaner Stadtrates und hatte die Zusammenkunft federführend organisiert. „Ich bin entsetzt, dass die gleiche Thematik wieder auf den Tisch kommt. Ich hatte gedacht, dass damals alles durchdiskutiert worden ist.“

 Hedtmann erinnerte an zwei 2002 und 2004 gefasste Resolutionen des Portaner Stadtrates, deren Argumente nach wie vor uneingeschränkt Gültigkeit besäßen. Jetzt gelte es, deutliche Signale zu setzen, um die Macht der Bevölkerung zu demonstrieren und aufzuzeigen, dass sich eine ganze Region gegen die Pläne stemme. „Signale und Bilder sprechen eine mächtige Sprache“, erläuterte der Bürgermeister. Zusätzlich müssten Landes- und Bundespolitiker eingebunden werden.

 „Wehret den Anfängen“, meinte Rippke. „Ich hätte nicht geglaubt, dass man diese Variante wieder aufleben lässt. Nun müssen wir im kommenden halben bis dreiviertel Jahr richtig Gas geben“. Die in der Vergangenheit gesammelten Erfahrungen sollten, ergänzt um neue und kreative Ideen, in eine komplett neue Bürgerinitiative transportiert werden. Der frühere Vorsitzende regte das Einbinden der heute zur Verfügung stehenden zeitgemäßen Kommunikationsmedien an. „Wir können es definitiv schaffen und alle davon überzeugen, dass die Pläne Quatsch sind“, brachte er seine Zuversicht zum Ausdruck.

 Hedtmann signalisierte weiteren Rückenwind, dessen Konturen unter anderem auf einer für Mittwoch, 30. März, ins Portaner Rathaus einberufenen Pressekonferenz deutlich werden sollen. An der Konferenz werden voraussichtlich auch Mindens Bürgermeister Michael Jäcke und Bückeburgs Stadtoberhaupt Reiner Brombach teilnehmen. Überdies sind die Fraktionsvorsitzenden der in den jeweiligen Parlamenten vertretenen Parteien eingeladen. Während der Zusammenkunft zeichnete sich ab, dass der Vorstand der neuen Bigtab dem der alten durchaus ähnlich sein könnte. Außer Rippke und Fromme sollen auch Birgit Lemme (damals zweite Stellvertreterin) und Dietmar Heinisch (Schriftführer) ihre Bereitschaft in Aussicht gestellt haben. bus

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