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Auf ganz hohem Niveau

Auf ganz hohem Niveau

Von Michael Grundmeier Bückeburg.

 Merry Christmas: Ein Adventskonzert auf ganz hohem Niveau hat jetzt der Schaumburger Jugendchor in der Stadtkirche gegeben.

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Kinderchor und Konzertchor singen gemeinsam das letzte Lied.mig

Vor zahlreichen Zuhörern sang zunächst der engelsgleiche Kinderchor, danach war der – an diesem Abend wirklich famose – Konzertchor an der Reihe.

 Kaum hat der Dezember begonnen, schnellt die Zahl der Konzerte verlässlich in die Höhe. Fast jeder Chor hat in dieser Zeit gut zu tun – vom Adventskaffee bis zur Weihnachtsfeier reicht die Palette. Mal geht die Reise hierhin, dann wieder dorthin – vor allem die „Spitzenchöre“ sind in diesen Tagen viel unterwegs. Umso höher ist es dem Schaumburger Jugendchor anzurechnen, alljährlich am zweiten Adventssonntag in die Bückeburger Stadtkirche zu kommen.

 Pastor Jan-Uwe Zapke sprach in seiner Begrüßung von einer „Verbundenheit“, die zwischen dem bald 400 Jahre alte Gebäude und den Sängern herrscht; man kann es aber auch anders ausdrücken: Der Schaumburger Jugendchor gehört zu Bückeburg, wie Schloss, Mausoleum oder Stadtkirche. Und das Adventskonzert ist für viele „Einheimische“ zu einem lieben Ritual geworden, an dem sie gerne teilnehmen.

 Das liegt zum einen an der hohen Qualität der Formation, zum anderen aber auch am abwechslungsreichen Repertoire. Denn eines ist wohl jedem Zuhörer des Jugendchors bewusst: Ein Weihnachtsliederallerlei à la Musikantenstadl oder Supermarkt ist von den jungen Sängern und Sängerinnen gottlob nicht zu erwarten.

 Da macht auch das jüngste Adventskonzert des Jugendchors keine Ausnahme: Das Repertoire ist klug gewählt, sämtliche Mitglieder sind bestens aufgelegt und stimmlich sehr präsent.

 Ein großes Lob verdient sich der Kinderchor, der glockenhell klingt. Etwa beim wunderschönen „Advent“ von Dorothe Schröder („Abends wird es früh schon dunkel“), sowie den bekannten Klassikern „Stern über Bethlehem“ und „Kommet ihr Hirten“. Ein Blick in die Kinderseele erlaubte das Lied „Dezemberzeit-Wartezeit“, das die jungen Sängerinnen und Sängern inbrünstig intonierten. Hier, wie auch an anderer Stelle zeigte sich deutlich: Um den Jugendchor-Nachwuchs muss einem nicht bange sein.

 Schon einen ganzen Schritt weiter sind die Mitglieder des Konzertchors, die an diesem Abend einen großartigen Eindruck hinterließen. Das schwierige „Jubilate deo“ gelang fehlerlos, genauso wie das schwebende „Exsultate justi in Domino“, mit seinen vielfachen Wechseln in Höhe und Rhythmik.

 Fast schwerelos luftig kam „Noel“ daher, ein Lied voller wunderbarer Harmonien. Bei „Carol of the Bells“ schienen die einzelnen Stimmen wie Glocken hin- und herzuschwingen. Wie heißt es hier so schön: „Hark how the bells, sweet silver bells,all seem to say, throw cares away.“ Eigentlich eine schöne Gebrauchsanleitung für die Weihnachtszeit!

 Das erste Ausrufezeichen setzte der Chor dann mit Telemanns „Hosianna, dem Sohne David“, dargebracht in einer kleinen Formation. Eine leise, fast intime Version, die von einem stimmschönen Sopran und einem samtenen Alt getragen wurde. Grandios! Den Schlusspunkt setzte das einschmeichelnde „Weihnachts-Wiegenlied“ von John Rutter und das mit dem Kinderchor gesungene „El Shalom“. Einmal mehr glänzte der Chor hier mit einem ausgewogenen Klangbild, glasklaren Stimmen und einer sicheren Intonationen. Das war ein verheißungs- und stimmungsvoller Start in die Adventszeit.

 Ebenfalls großes Lob verdient Jelena Agbaba, die ihre Sache ausnehmend gut machte. Agbaba, die seit einem Jahr neue Leiterin von Kinderchor und Konzertchor ist, knüpfte mit ihrem zupackenden und mitreißenden Dirigat nahtlos an die Ära „Mattersteig“ an, ohne ihre eigene Handschrift zu verleugnen. Kurzum: ein sehr guter, vielversprechender Start.

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