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Einschulung in Bückeburg Auf geht‘s

Piraten, Pippi und viel Gesang: Mit einem bunten und vielseitigen Programm hat die Grundschule Am Harrl die Einschulung von 70 „Erstis“ (2014: 93) gefeiert. „Stargast“ der Veranstaltung war eine notorische Schulschwänzerin – Pippi Langstrumpf war extra aus Schweden angereist, um in Bückeburg die 1. Klasse zu besuchen.

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Los geht’s: Die Klasse 1a mit ihrer neuen Klassenlehrerin Mareike Wilkening auf dem Weg in den Klassenraum.

Quelle: mig

Bückeburg. Die Familien, die an diesem Morgen die Einschulungsfeier der Grundschule Am Harrl besuchen, erkennt man schon von Weitem. Chic gekleidet halten sie eine Zuckertüte, davor die Kinder, die zur Eile drängen. „Schneller, es geht doch gleich los“, sagt ein Junge. Dabei ist es erst kurz vor halb 10. Dass er nicht der Einzige ist, der an diese Morgen früh auf den Beinen ist, zeigt ein Blick auf den Schulhof. Schon um diese Uhrzeit sind dort zahlreiche Familien zu sehen, man knipst ein schönes Foto und tauscht erste Erfahrungen aus. „Wie ist denn das mit dem Mittagessen?“

 Die angehenden Abc-Schützen interessiert das alles wenig. Sie schauen immer wieder in ihre Zuckertüte und lutschen Bonbons. „Ersti“ Marian freut sich über ein Spiel für seinen Computer und einen ferngesteuerten Hubschrauber. Seine Freundin Nele hat einen schönen Füller und eine Eintrittskarte für ein Konzert bekommen. Sie habe sich schon seit Monaten auf die Schule gefreut, verrät Nele. Ihre Mutter ergänzt: „Die Ferien sind ihr zum Schluss arg lang geworden. Sie konnte es gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht.“

 Die Feier selbst beginnt dann mit einer Begrüßung durch Bürgermeister Reiner Brombach. Es sei immer wieder ein „tolles Bild“, so viele Erstklässler zu sehen, sagt der Bürgermeister. Und: „Es macht Spaß, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein.“ Die Grundschule Am Harrl biete Schülern ein sehr gutes Umfeld für ihre weitere Entwicklung. Den Eltern riet Brombach, sich in der Schule einzubringen und mitzuarbeiten. Schule sei Teamarbeit, und es gebe viele Möglichkeiten, tätig zu werden. Die Stadt werde jedenfalls das Ihrige tun, um die Schule in einem guten Zustand zu halten.

 Bei der Ankündigung des nächsten Gastes machte es Konrektorin Anna Schnur dann richtig spannend. Sie sei ein Star, und es habe viel Mühe gekostet, sie zu einem Besuch in Bückeburg zu überreden, sagte sie. Denn normalerweise mache sie um Schule einen großen Bogen. Und tatsächlich ist Pippi Langstumpf ja vor allem als eine notorische Schwänzerin bekannt. Was Pippi also wirklich dazu gebracht hatte, in die Sporthalle am Harrl zu kommen? „Ich möchte auch eine Zuckertüte“. Eine echte wohlgemerkt, mit Süßigkeiten! Ihre selbst gepackte gab nämlich nicht viel her: Suppenkelle, Hammer, Zange – „kann man immer gut gebrauchen“, erklärte Pippi das Sammelsurium. Lange hielt es die Schwedin übrigens nicht in der Turnhalle. Schule sei nicht so ihr Ding, ließ sie die Konrektorin wissen. Und war, schwupps, verschwunden.

 Ganz anders war da der kleine Pirat, der unbedingt in die Schule gehen wollte. Auf einem Schiff segelte er in die Turnhalle hinein, dann nahm er am Unterricht teil. Glänzen konnte er vor allem in Musik (mit einem lauten Seemannslied) und in Sport (flugs kletterte er die Wand hoch), nur in Mathe hatte er (kleine) Probleme. Den Schlusspunkt setzte dann ein Lied der Zweitklässler, die die neuen Mitschüler mit Plakaten „Willkommen“ hießen. Ihr Lied (mit der Zeile „Wir gehen jetzt zur Schule, das ist richtig toll“) machte dem Nachwuchs jedenfalls sichtlich Mut. Die erste „Probestunde“ verlief in allen vier Klassen ohne Probleme oder Tränen. mig

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