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Bückeburg Stadt Auf in die Mongolei
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22:35 17.07.2017
Lilly und Donatus taufen den VW Polo vor der großen Fahrt auf den Namen Gisela. Quelle: jp
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BÜCKEBURG

Ziel der langen und strapaziösen Fahrt, die das unerschrockene Mutter-Sohn-Gespann auf sich nimmt, ist die Hauptstadt der mongolischen Staatsrepublik Ulan Bator. Wie berichtet, wollen die Beiden mit der Teilnahme an der Rally, die in einem Fahrzeug mit maximal 1,2 Liter Hubraum absolviert werden muss, Spenden für die Hilfsorganisationen „Save the children“ und Interhelp einwerben.

Bis zur letzten Minute vor der Abfahrt hatten sich Donatus und Lilly einem straffen und disziplinierten Vorbereitungsprogramm unterworfen. Auf dem Plan standen dabei vor allem Kenntnisse und Fähigkeiten in Medizin und Erster Hilfe sowie Automechanik und Kraftfahrtschlosserei. Quasi in letzter Minute montierten die beiden an das Heck des Fahrzeugs noch einen Stahlträger, um zusätzliches Gepäck mitführen zu können. Nicht nur jede Menge Kleidung, Verpflegungsgegenstände und Nahrung haben die beiden geladen, sondern auch umfangreiches Werkzeug, einen Erste-Hilfe-Koffer des DRK und mehrere Tanks mit Treibstoff und Wasser.

Unterwegs mit "Gisela"

Getauft wurde das Auto vor der Abfahrt auf den Namen „Gisela“. Warum Gisela? Lange Zeit waren sich Mutter und Sohn uneins darüber, ob man dem VW Polo überhaupt einen männlichen oder weiblichen Namen geben sollte. Schließlich einigte man sich auf den Namen einer guten Freundin aus Istanbul, zugleich auch der Name von Lillys Großmutter.

Erste Station der Fahrt war Halberstadt. Weiter ging es dann ins österreichische Altaussee im steirischen Salzkammergut, wo Lilly einige Jahre lebte. Dort wird dann auch Copilot und Bordmechaniker Nikolaus Béry dazustoßen, um fortan das Team zu vervollständigen. Der Münchener mit Wohnsitz in Österreich, im Hauptberuf Landschaftsarchitekt, gilt als ausgewiesener Fachmann speziell für ältere Autos.

Damit Mutter nicht alleine bleibt

Gleich zwei Gründe bewogen Donatus, ihn für die Mongol-Rallye ins Team aufzunehmen: zum einen die Notwendigkeit eines Mechanikers auf einer derart langen Fahrt, zum anderen das letztlich nie ganz auszuschließende Risiko, mit dem Fahrzeug komplett liegen zu bleiben und dann irgendwo fremde Hilfe herbeiholen zu müssen. „Es gibt nun einmal Gegenden auf der Welt, da kann ich meine Mutter unmöglich allein losschicken oder allein am Fahrzeug zurücklassen. Also brauchen wir einen dritten Mann.“

Welcher Herausforderung sie sich stellen, das ist dem adligen Mutter-Sohn-Gespann sehr wohl bewusst. Donatus: „Wir sind so motiviert, dass wir sicher sind, das zu schaffen. Jetzt kommt es halt nur darauf an, dass uns Gisela nicht im Stich lässt.“ jp

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