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Bückeburg Stadt Auf in die Wildnis
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00:17 05.05.2016
Auf ins Abenteuer: Jörn Isolt (links) und Marco Meier leiten die Outdoor- und Survival-Gruppe der Jugendfreizeitstätte Bückeburg, mit der sie jungen Leuten besondere Erlebnisse bieten möchten. Quelle: wk
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Bückeburg

Anders als früher können an den Aktivitäten der Outdoor- und Survival-Gruppe also keine Kinder mehr teilnehmen.

 „Das Repertoire, das wir bieten können, ist relativ groß“, erklärte Jörn Isolt bei der öffentlichen Vorstellung des auf Abenteuerlust aufbauenden Programms, das der 49-Jährige zusammen mit Marco Meier (26) betreuen wird. Die Bandbreite der Möglichkeiten reiche vom Erlernen „grundlegender Pfadfinder-Fähigkeiten“ wie dem Umgang mit Karte und Kompass, dem Feuermachen in der Wildnis nebst Kochen am Lagerfeuer sowie dem Bau primitiver Schlafstellen über ausgedehnte Paddeltouren mit Kanus bis zu Kletterabenteuern in steilem Fels.

 „Was wir nicht machen, ist, uns irgendwelche Würmer zu ziehen, um diese zu essen“, betonte Isolt. Ebenso entnehme man bei den geplanten Unternehmungen auch keine anderen Tiere aus der Natur, um diese zu Mahlzeiten zu verarbeiten, da dies vom Gesetz her nicht erlaubt sei. Ergo werde man das Thema Nahrung aus der Wildnis dergestalt „simulieren“, indem Fleisch aus dem Supermarkt verwendet wird. Kräuter, Pilze und andere saisonal verfügbare, essbare Wildpflanzen könnten indes durchaus für „vegane Gerichte“ gesammelt werden.

 Los gehen soll es mit den Aktivitäten der Outdoor- und Survival-Gruppe am Sonnabend, 11. Juni, wobei dann zum Auftakt ein „Human-Hunt“-Spiel auf dem Programm steht. Eine „Verfolgungsjagd“, die laut Isolt so abläuft, dass eine aus rund sechs Personen bestehende Gruppe an einem bestimmten Punkt „ausgesetzt“ wird und sich diese dann mit Karte und Kompass geschlossen zu einem vorgegebenen Zielpunkt durchschlagen muss. Unterwegs warten jedoch diverse zu meisternde Aufgaben auf die Teilnehmer. Damit nicht genug, wird diese Gruppe von einem mit Funkgeräten ausgestatteten Verfolgertrupp gejagt, der eine halbe Stunde später von einem anderen Punkt aus startet und mindestens einen Hund dabeihat.

 „Es ist im Grunde wie früher das ,Räuber und Gendarm‘-Spiel, aber eben moderner“, betont Meier. Zudem sei insbesondere bei der gejagten Gruppe Teamarbeit statt Einzelkämpfertum gefragt – etwa dann, wenn es darum geht, schwierige Hindernisse zu überwinden. Smartphones zur geografischen Orientierung einzusetzen, sei bei dem „Human-Hunt“-Spiel nicht erlaubt. Diesbezüglich baue man auf die Fairness der Teilnehmer. Lediglich für etwaige Notfälle würden die beiden Gruppen Mobiltelefone mit sich führen.

 Bei den zwölf jungen Leuten von 16 bis 23 Jahren, darunter zwei junge Frauen, die sich zu einer Infoveranstaltung eingefunden hatte, kam das Konzept der Outdoor- und Survival-Gruppe sehr gut an: „Ist das geil“, entfuhr es einem Jugendlichen. Auch von anderen Besuchern war zu hören, dass sie bei derlei Unternehmungen mitmachen wollen.

 wk

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