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Auf sichere Erträge angewiesen

Stifterforum in der Alten Schlossküche Auf sichere Erträge angewiesen

Eine gemeinnützige Stiftung hat es in Zeiten niedriger Zinsen nicht leicht, ihren Aufgaben nachzukommen. Sie darf nämlich nur Erträge ausschütten, das Stiftungskapital selbst bleibt unangetastet. Mit diesem Problem sah sich im vergangenen Jahr auch die Awo-Stiftung Schaumburg, die unter dem Motto „Für mehr Menschlichkeit“ soziale Projekte fördert oder initiiert, konfrontiert.

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Bückeburg (kk).  Es konnte jedoch, wie jetzt auf dem Stifterforum in der Alten Schlossküche in Bückeburg deutlich wurde, durch eine Neuanlage des Vermögens gelöst werden. So zogen die Stiftungsratsvorsitzende Helma Hartmann-Grolm und Heidemarie Hanauske vom Vorstand auch eine durchweg positive Bilanz.

 Zufriedene Gesichter gab es nicht nur bei den Verantwortlichen und den Stiftern, sondern auch bei Ursula Müller-Krahtz: Die ehemalige Landkreis-Dezernentin kann jetzt ihre Wohnung mit einem Gemälde von Doris Krämer schmücken. Das Los von Müller-Krahtz wurde bei einer Verlosung gezogen, die bei der Awo-Stiftung Tradition hat. Beim Forum werden nämlich alljährlich Kunstwerke versteigert oder verlost, die von den Künstlern für den guten Zweck zur Verfügung gestellt worden sind.

 Diesmal hatte die Steinhuder Künstlerin Doris Krämer gespendet. Für sie gab es einen Blumenstrauß. Ihre Arbeiten sind regelmäßig im Steinhuder Scheunenviertel zu sehen.

 Hartmann-Grolm und Hanauske warben um weitere Zustifter. Ziel sei es, so Hanauske, in diesem Jahr die 150000-Euro-Marke beim Grundstockvermögen zu „knacken“. Dazu fehlen nur noch knapp 800 Euro.

 Im vergangenen Jahr stand das Projekt „Willkommensrucksäcke für Flüchtlingskinder“ im Mittelpunkt der Arbeit. Insgesamt wurden 202 Rucksäcke verschenkt. Außerdem wurde der Präventionsrat Stadthagen unterstützt. Seit 2009 wurden insgesamt 26569 Euro ausgeschüttet.

 Damit das auch in Zukunft so bleibt, ist die Stiftung auf stabile Erträge angewiesen. Und gerade diesbezüglich gab es 2015 eine große Herausforderung zu bewältigen, die Stiftungsrat und -vorstand forderte. Die festverzinsliche Anlage des Kapitals war ausgelaufen, eine ähnliche Anlage erschien vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase wenig sinnvoll. Es wären kaum Erträge zu erwirtschaften gewesen. Mit Gaby Hansel von der Volksbank Hameln-Stadthagen wurde deshalb ein neues Konzept entwickelt. Diese neue Anlagestrategie stellte Hansel in der Alten Schlossküche den Stiftern vor. Prämisse: Immer auf der sicheren Seite bleiben und breit gestreut anlegen, um den Bestand des Stiftungskapitals nicht zu gefährden.

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