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Bückeburg Stadt Auftakt mit Ausrufezeichen
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Auftakt mit Ausrufezeichen
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00:18 03.08.2017
Karolina Juodelyte interpretiert in der Bückeburger Stadtkirche Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Muffat und Jehan Ariste Alain. Quelle: bus
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BÜCKEBURG

Zu hören war diesmal die junge Konzertorganistin Karolina Juodelyte. Die in Vilnius (Litauen) geborene Interpretin studierte Orgel und Musikwissenschaft an der Litauischen Akademie für Musik und Theater.

Weitere Orgelstudien absolvierte sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, an der Sibelius-Akademie in Helsinki und an der Hochschule für Musik in Detmold. 2016 hat sie dort ihr Konzertexamen abgelegt und in diesem Sommer ihr Kirchenmusikstudium abgeschlossen.

Juodelyte setzte gleich zu Beginn mit Johann Sebastian Bachs Präludium Es-Dur ein kraftvolles Ausrufezeichen, das keinerlei Zweifel an ihrer Könnerschaft aufkommen ließ. Dass sie auch leise Töne hervorragend zu beherrschen weiß, stellte sie beim ebenfalls aus Bachs Feder stammenden „Vater unser Himmelreich“ eindrucksvoll unter Beweis. Mit „Jesu Christus, unser Heiland“ (Bach) erweckte die Künstlerin den Eindruck, dass dem Heiland ein beinahe heiter-verspielter Charakter innewohnt.

Georg Muffats „Toccata Septima“ (aus „Apparatus musico-organisticus“) bot die Chance, die immensen Möglichkeiten des Stadtkirchen-Instruments aufzuzeigen. Als kluger Schachzug erwies sich Juodelytes Entschluss, Bachs Präludium und Fuge E-Dur Jehan Ariste Alains Variationen über ein Thema von Clément Jannequin voranzustellen.

Somit konnte im Anschluss an die unaufgeregten Variationen des Franzosen die Komposition des Altmeisters ihre ganze, von der flüsternd erzählten Kinder-Gute-Nacht-Geschichte bis zur heldenmütigen Jubelpose reichende Pracht entfalten.

Lang anhaltender Beifall war der wohlverdiente Lohn der Künstlerin. bus

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