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Aus B wird A

Kontaktstelle aufgewertet Aus B wird A

Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Schaumburg in Bückeburg wird ausgebaut. Seit dem 1. Januar ist Claudia Walderbach die neue Leiterin, ihr Kontingent ist auf 20 Stunden aufgestockt worden. Einhergehend mit der Stundenerhöhung ist die Einrichtung von einer B- zu einer vollwertigen A-Kontaktstelle aufgewertet worden.

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Claudia Walderbach (links) und Martina Harting leiten und managen die zur vollwertigen A-Kontaktstelle aufgewertete Selbsthilfekontaktstelle des Paritätischen Schaumburg an der Dammstraße in Bückeburg.

Quelle: rc

Bückeburg. Mit mehr Sprechstunden und mehr Angebot, um Selbsthilfegruppen in Schaumburg zu unterstützen und das Angebot auszubauen. Unterstützt wird die neue Leiterin von der Geschäftsführerin des Paritätischen Schaumburg, Martina Harting, die vier Stunden im Bereich der Kontaktstelle tätig sein wird.

Rund 30 Selbsthilfegruppen – „von denen wir wissen“ – gibt es derzeit in Schaumburg, wie Walederbach und Harting bei einem Pressegespräch mitteilten. Die Dunkelziffer liege aber weitaus höher. In früheren Schätzungen war von bis zu 100 Gruppen die Rede. Bereits aktive Selbsthilfegruppen könnten sich gerne melden, würden in der entsprechenden Datenbank aufgenommen und erhielten Unterstützung, wo immer sie benötigt werde.

Nach wie vor hafte solchen Gruppen das Image von „Selbsthilfe ist Blödsinn“ an, ein Bild, gegen das die aufgewertete Kontaktstelle angehen will. Denn durch die Selbsthilfezusammenschlüsse könne die eigene Lebensituation aus eigener Kraft oder mithilfe der Gruppe verbessert werden. „Da trifft sich niemand, um im Kreis zu sitzen und zu stricken.“

Als ein Schwerpunkt will sich die Kontaktstelle um den Auf- und Ausbau der „Jungen Selbsthilfe“ kümmern. Dabei handelt es sich um Angebote, mit denen alle unter 40 Jahren angesprochen werden sollen, sich in Selbsthilfegruppen zu organisieren, oder aber bestehende Selbsthilfegruppen verjüngt werden können.

Sucht und psychische Erkrankungen

Die vielfältigen Probleme, die im Zeitalter von Internet und sozialen Medien aufgekommen sind und weswegen sich Betroffene – zumindest in Großstädten – bereits in Selbsthilfegruppen organisiert haben, zählt Walderbach auf und führt Spielsucht, Computersucht, Internetsucht, Smartphonesucht, Kaufsucht, Mobbing, Sexualität sowie die steigende Zahl von psychischen Erkrankungen an. „Alles Felder, wo die neue Kontaktstelle bei der Initiierung und Gründung von neuen Gruppen unterstützen oder Kontakte geben kann.“ Vielfach liefen diese Selbsthilfegruppen nicht mehr mit persönlichen regelmäßigen Treffen, sondern virtuell zum Beispiel über WhatsApp.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die Gründung einer Selbsthilfegruppe Alkoholismus, als es Ende des Jahres den Anruf eines Zugezogenen gab, der auf der Suche nach einer solchen Selbsthilfegruppe war, die noch fehlte. Jetzt ist er dabei, selbst eine zu gründen. Das erste Gruppengründungsgespräch hat bereits stattgefunden. Wenn genügend Menschen zusammenkommen, wird in Kürze das erste Treffen stattfinden. Bei gesundheitsbezogenen Themen gibt es eine Pauschalförderung durch die Krankenkassen, die Miete, Organisation, Kontoführungskosten sowie weitere Kosten übernehmen. „Förderungen, die von jeder Gruppe selbst beantragt werden müssen und wo wir natürlich unterstützen“, so Walderbach.

Zu seelischer Gesundheit finden

Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Kontaktstelle ist die Mitarbeit im Schaumburger Bündnis gegen Depression. Hier wird derzeit an einem szenischen Spiel oder Improvisationstheater mit dem Titel „Wie fühlt sich eine Depression an? – Szenen einer psychischen Störung“ gearbeitet, das bei der Auftaktveranstaltung am 27. April in der Volkshochschule in Stadthagen aufgeführt wird. Zudem soll ein Projekt mit hiesigen Tanzschulen auf die Beine gestellt werden, durch Tanz und Bewegung wieder zu sich selbst und zu seelischer Gesundheit zu finden: „Ein niederschwelliges Angebot, um zu sich selbst zu finden“, so Walderbach.

Noch im Januar wird ein Flyer veröffentlicht, der die Arbeit der Selbsthilfekontaktstelle umreißt und die wichtigsten Informationen enthält.

Ansprechpartner sind Claudia Walderbach und Martina Harting, Telefon (05722) 952220, Fax (05722) 952218 und E-Mail: selbsthilfe.schaumburg@paritaetischer.de. Die Sprechzeiten sind mittwochs von 14 bis 17 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr oder nach Vereinbarung.

Mehr Infos speziell für „Junge Selbsthilfe“: www.nakos.de; www.schon-mal-an-selbsthilfe-gedacht.de; www.selbsthilfe-interaktiv.de und www.mehr-als-ein-stuhlkreis.de. rc

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