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Aus dem Gefängnis wird ein Gewerbegebiet

Bückeburg / Änderungen am Flächennutzungsplan Aus dem Gefängnis wird ein Gewerbegebiet

Die Stadt ist dabei, ihren Flächennutzungsplan neu aufzustellen. Ein erster Auslegungsbeschluss stammt bereits aus dem Jahr 2006, danach wurde er 2009 nach erfolgter Beteiligung der Bürger und Behörden öffentlich ausgelegt.

Bückeburg (rc). 2010 wurde beschlossen, den Flächennutzungsplan erneut auszulegen, weil es zwischenzeitlich Änderungen gab. Über die jetzt der Bau- und Umweltausschuss erneut beriet, um den Flächennutzungsplan erneut auszulegen und erneut die Öffentlichkeit und Behörden zu beteiligen, sprich Stellungnahmen einzuholen, ob dieses oder jenes im Stadtgebiet überhaupt gewollt und machbar ist.

 Sechs unterschiedliche Punkte listete Baubereichsleiter Jörg Klostermann auf, die bei der erneuten Auslegung geändert werden sollen:

  • In der Kreuzbreite ist bisher rund um „OBI“ und „WEZ“ nur eine Gewerbefläche statt eines großflächigen Einzelhandels ausgewiesen. Das wird jetzt nachgeholt: „Eine Anpassung an den Ist-Zustand“, wie es Klostermann formulierte.
  • Der „Lidl“-Markt an der Hannoverschen Straße ist bisher nicht als Einzelhandel ausgewiesen. Das muss jetzt nachgeholt werden, auch weil der „Lidl“ seine Verkaufsfläche von 800 auf 900 Quadratmeter erweitern will. Was durch das Wegnehmen einer Lagertrennwand erfolgt, nicht durch eine Veränderung der Gebäudehülle.
  • Das Sondergebiet Justizvollzugsanstalt wird künftig als Gewerbegebiet ausgewiesen. „Da sind inzwischen alle ausgezogen,“ so Klostermann. Derzeit wird das Gebäude bewertet und von der zuständigen Landesbehörde in absehbarer Zeit zum Verkauf angeboten.
  • In der Kornmasch wird gegenüber der Kläranlage eine größere Fläche so ausgewiesen, dass dort künftig eine Erweiterung möglich ist. Langfristig könnten die Bückeburger Abwässer durch eine Schilf-Kläranlage gereinigt werden, die viel Platz braucht. „Eine gute Idee“, wertete der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD): „Wir müssen zukünftige Entwicklungen sicherstellen, auch wenn derzeit noch alle Grenzwerte problemlos eingehalten werden.“
  • In der Bückeburger Niederung wird im Bereich „Alte Wiese“ ein Bauschutzbereich ausgewiesen, um eine Ausgleichsmaßnahme für den Bereich Heidornweg abzudecken.
  • Im Hafen Berenbusch wird das Sondergebiet Hafen verkleinert und auf die Kaikante samt der Speicher beschränkt. Die Flächen hinter den Speichern werden als Gewerbegebiet ausgewiesen und nicht mehr als Hafengebiet.
  • In Cammer wird die Verwallung des Auekanals in trockene Tücher gepackt und ein Holzlagerplatz ausgewiesen, der seit Jahrzehnten im Überschwemmungsgebiet der ue liegt und schon vor Jahrzehnten aufgeschüttet wurde. Was heute nicht mehr erlaubt wäre.
  • Diskutiert wird noch, ob die ins Auge gefasste Erweiterungsfläche für das Baugebiet „Auf der Höhe“ um eine Fläche bis hinunter zur Petzer Straße erweitert wird. Um Alternativen parat zu haben, falls es mit dem Erwerb der oben an der Straße „Nordring“ ins Auge gefassten Flächen nichts wird. Sollte das gemacht werden, wird im Gegenzug eine Fläche im Bereich des Eichholzes aus dem Flächennutzungsplan herausgenommen und nicht mehr als potenzielle Baufläche ausgewiesen. „Wir können angesichts der demografischen Entwicklung nicht Bauflächen ausweisen, wie wir wollen“, erläuterte Klostermann. Die gesamte Bauentwicklung müsse mit der Landesplanung abgestimmt werden. Jetzt soll zunächst das Votum des Ortsrates Evesen abgewartet werden, der über die Hinzunahme der Fläche im Bereich „Auf der Höhe“ beraten soll.
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