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Ausbildung auf der CH-53 bleibt in Bückeburg

Bückeburg / Bundeswehrstrukturreform Ausbildung auf der CH-53 bleibt in Bückeburg

Nun ist es amtlich: Im Zuge der Bundeswehrreform wird die CH-53 Flotte der Heeresflieger der Luftwaffe unterstellt, die gesamte NH 90 Flotte wird dagegen zu den Heeresfliegern transferiert. Die Ausbildung auf beiden Hubschraubertypen verbleibt an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg. Das teilte der General der Heeresflieger und Kommandeur der Heeresfliegerwaffenschule, Brigadegeneral Reinhard Wolski, auf Anfrage unserer Zeitung mit. Derzeit sind in Achum zwölf Exemplare des Transporthubschraubers CH-53 zu Ausbildungszwecken stationiert. Insgesamt sind bei der Bundeswehr 83 Exemplare im Einsatz.

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Die CH-53 wird im Zuge der Strukturreform von den Heeresfliegern zur Luftwaffe transferiert, die Ausbildung bleibt aber an der Heeresfliegerwaffenschule in Bückeburg, wo derzeit zwölf Exemplare stationiert sind.

Quelle: tol

Bückeburg. Von Raimund Cremers

Der General ist zwar über den Zwischenstand der Strukturreform informiert, die Verteidigungsminister Thomas de Maizière dem Verteidigungsausschuss am Mittwoch vorgestellt hat. Der aber zu der alles beherrschenden Frage, welche Standorte im Zuge der Reform geschlossen werden, auch keinerlei Auskunft geben kann. Seitens der Heeresflieger sei ein entsprechendes Papier mit der Standortfrage an das Ministerium weitergeleitet worden. Wie dort nun im Zuge der Strukturreform entschieden werde, sei ihm nicht bekannt. Nur soviel: „Die Standortfrage ist von der Struktur explizit abgekoppelt worden und wird am 26. Oktober vom Verteidigungsminister bekannt gegeben. Ich weiß gar nichts.“ Keine Aussage konnte Wolski daher auch zu Spekulationen machen, dass der Standort Celle geschlossen werden soll. Dort ist die Lehrgruppe C der Heeresfliegerwaffenschule stationiert.

Er persönlich gehe aber davon aus, dass die Heeresfliegerwaffenschule von der Strukturreform nur wenig betroffen sein werde, auch im Hinblick darauf, dass die CH-53 Ausbildung in Bückeburg und der NH 90 bei den Heeresfliegern bleibt, auf dem in Achum ebenfalls ausgebildet wird. In den vergangenen Jahren seien erhebliche Investitionen in die Schule geflossen, erinnerte der General an den Bau diverser Simulatoren, Hallen und Unterkünfte, in das Geld in deutlich dreistelliger Millionenhöhe geflossen ist. An der Waffenschule würden bereits Fluglehrer und Techniker aller drei Teilstreitkräfte gemeinsam die angehenden Piloten ausbilden, mit guten Erfahrungen und ohne Reibereien. Hinzu komme die Ausbildung von Piloten ausländischer Streitkräfte. „Die Ausbildung wird einfach hier stattfinden, unabhängig davon, ob die Schule dann noch Heeresfliegerwaffenschule oder Ausbildungszentrum Luftbewegliche Kräfte heißt.“

Im Zuge der Strukturreform soll die Zahl der Heeresflieger zwar von derzeit rund 10 500 Soldaten auf etwa 3500 Soldaten reduziert werden. Was aber auch nicht unbedingt Auswirkungen auf die Waffenschule haben müsse, so Wolski weiter. Die Zahl des fliegenden und technischen Personals insgesamt werde zwar sinken, aber nicht in dem gleichen Maße wie die Zahl der Soldaten bei den Heeresfliegern. Denn auch die Piloten von Luftwaffe und Marine müssten ausgebildet werden.

Offen ist nach Angaben Wolskis auch noch die Zahl der Waffensysteme, die die Bundeswehr beschaffen will; ob die Bundeswehr die bestellten 120 Exemplare des NH 90 abnimmt oder aber die Zahl auf 80 reduziert wird, wie im Zuge der Strukturreform seit einiger Zeit diskutiert wird (wir berichteten). Auch bei der Zahl der CH-53 sei noch nicht entschieden, ob alle 83 Exemplare umgerüstet würden, was die Nutzungsdauer des in die Jahre gekommenen Typen erheblich verlängern würde.

Zur Stimmung an den Standorten sagte der General, dass es die Soldaten weniger bewege, dass sie künftig eine blaue Uniform der Luftwaffe statt der grauen des Heeres tragen müssten. „Für die Kameraden ist die Standortentscheidung sehr viel interessanter.“

Und da wird derzeit reichlich spekuliert. So gibt es zwei Standorte der Heeresflieger, an denen die beiden CH-53 Regimenter der Noch-Heeresflieger stationiert sind: in Rheine-Bentlage und im schwäbischen Laupheim. Umgekehrt gilt dies unter anderem auch für den Luftwaffen-Flugplatz Holzdorf bei Schönewalde, wo die Luftwaffe ihr NH90-Geschwader stationiert hat. In alle Standorte sind in der jüngsten Vergangenheit ebenfalls erhebliche Millionen-Investitionen geflossen wie etwa in den Bau von Hallen, Unterkünften oder auch Simulatoren. In den betroffenen Kommunen und Regionen hat das große Zittern begonnen, ob ihr Standort von der Schließung betroffen ist. Politiker und Bürgermeister sind aktiv, werben dafür, dass ihr Standort die meisten Vorteile bietet.

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