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Aussteller, Besucher und Organisatoren zufrieden

Bückeburg / "Ährensache" Aussteller, Besucher und Organisatoren zufrieden

Premiere gelungen! Eine überwiegend positive Bilanz haben Aussteller, Besucher und Organisatoren der ersten Schaumburger Landmesse „Ährensache“ gezogen. Vor allem in Sachen Stimmung brauchte sich die „kleine Schwester“ gegenüber ihren beiden großen und thematisch so ganz anders gearteten Geschwistern „Landpartie“ und „Weihnachtszauber“ nicht zu verstecken.

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Hans-Wilhelm Meier aus Linsburg demonstriert vor dem Mausoleum Holzrücken mit seinem Percheron-Kaltblüter Mignon. Foto: jp

Bückeburg (jp). „Die Besucherbegeisterung war riesig und vor allem Sonntag kaum zu toppen“, freute sich Schlossverwalter Alexander Perl.

Bei den Ausstellern überwog die Freude über die große Resonanz und den damit verbundenen Werbeeffekt. Dass die nackten Verkaufsumsätze an den drei Tagen nicht mit gleicher klingender Münze zu Buche schlugen wie etwa bei der „Landpartie“, war von den meisten ohnehin nicht erwartet worden.

Erfolgreich scheint die Schaumburger Landmesse damit die Lücke geschlossen zu haben, die das vor einigen Jahren eingeschlafene Kürbisfest in der Innenstadt hinterließ. Doch die „Ährensache“ war noch viel mehr: Bauernmarkt, Treckertreff, historische und moderne Landwirtschaft, Ackerbau und Viehzucht, Kleintierhaltung, Schmiedekunst, Handarbeits- und Handwerkskunst, Präsentation seltener Hunde-, Pferde- und Rinderrassen, Museen oder Schaumburger Trachten – der Vielfalt des bunten Treibens waren kaum Grenzen gesetzt.

Und das kam bei den Besuchern an, auch und gerade, weil es eben so deutlich anders war als bei den anderen beiden Veranstaltungen. Perl: „Man darf es ruhig ganz offen aussprechen: Viele Besucher haben es genossen, nicht auf einer Schickimicki-Veranstaltung wie der ‚Landpartie‘ zu sein.“

Besonders viel Publikum spülte der Großraum-Entdeckertag am Sonntag auf das Veranstaltungsgelände. Zeitweilig herrschten entlang der Schlossgracht geradezu „Landpartie“-Zustände, wo vor lauter Menschen kaum ein Durchkommen war. Eine Sonderkonjunktur erlebte die „Ährensache“ am Eröffnungstag, als Kindergärten und Schulen zum Besuch eingeladen waren.

Diese sorgten für quirliges Leben und Massenandrang vor allem an den Gehegen mit lebenden Tieren, nicht jedoch für sonderlich viel Umsatz bei den Händlern, die am Abend überwiegend ratlos in ihre Kasse schauten. Erwachsenes und damit kaufkräftiges Publikum fand sich nämlich an diesem normalen Werktag-Freitag, wenig auf der Landmesse. Konsequenz für Perl: „Falls wir die ‚Ährensache‘ 2012 wiederholen, werden wir sie auf Sonnabend und Sonntag beschränken.“

Eine Wiederholung im kommenden Jahr kann sich Heide Reimer von der Rusbender Gärtnerei „Raum in Grün“ gut vorstellen: „Hier ist etwas auf die Beine gestellt worden, was es so bislang noch nie gab.“ Natürlich seien die Verkaufsumsätze mit der „Landpartie“ nicht vergleichbar, der Werbeeffekt dafür umso wichtiger, da es sich durchweg um Aussteller aus dem regionalen Umfeld handelte. Waltraud Hornung vom Scheier Rethof genoss das „wunderschöne Ambiente“ der Veranstaltung: „Auch unsere Kunden sind begeistert.“ Ähnlich sieht es Anne Caroline Bornemann vom Kleinenbremer Café „Mavandus“: „Ich fand die Idee einfach toll, da sie gerade unser Publikum anspricht, daher habe ich mich sofort beworben.“

Ihre selbst gebackenen Waffeln fanden im idyllisch vor der Schlossbrücke gelegenen Freiluft-Café derart reißenden Absatz, dass sie sich bereits am Sonntagmittag auf die Suche nach Eiern machen musste, um weiterbacken zu können. „Richtig gelungen“ sehen auch die beiden Schmiede Wolfgang Ehrich und Hermann Albers vom Industriemuseum Unterer Eisenhammer in Exten die Landmesse: „Die Sache ist von den Besuchern richtig gut angenommen worden.“ Alexander Perl: „Wir wollten die Museen nicht statisch, sondern in Aktion zeigen, um insbesondere den Besuchern beim Großraum-Entdeckertag zu demonstrieren, was es hier in der Umgebung alles an lohnenden Zielen gibt.“

Wie die meisten Aussteller, urteilten auch die Besucher: „Einfach toll“ fand Nele Käber (12) aus Bückeburg die vielen Tiere auf der Landmesse, ganz besonders die Alpakas. Ein paar Jahre älter, aber genauso tierversessen: Olli Schröder, Gitarrist unter anderem bei „Molle’s tough Cocktail“ und den „Monsterbabies“, zeigte sich von Gänsen, Hühnern, Galloway-Rindern und mathematisch begabten Ziegen derart begeistert, dass er mit seiner Frau gleich zweimal die „Ährensache“ besuchte.

Über ein „tolles Ambiente und ein schönes, vielfältiges Angebot“ freute sich Kreishandwerksmeister Horst Frensel, als er mit seiner ganzen Familie über das Gelände flanierte.

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