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Austausch auf höhere Ebene bringen

Bad Nenndorf und Gdów Austausch auf höhere Ebene bringen

Zum zweiten Mal überhaupt und nach zehnjähriger Pause ist eine Delegation der Nenndorfer Verwaltung in die polnische Partnerstadt Gdów gereist. Das Fazit fällt geradezu überschwänglich aus.

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Bad Nenndorf/Gdów. Stadtdirektor Mike Schmidt, dessen allgemeiner Vertreter André Lutz, Kämmerer Frank Behrens und Ordnungsamtsmitarbeiter Patrick Schaper gehörten zur Delegation, die der Förderverein Deutsch-polnische Partnerschaft nach Gdów entsandte. Karl-Peter Lingk samt Ehefrau, Frank Prietzel und Maria Goßger waren außerdem dabei. Da der Besuch stets mit dem Volksfest der Partnergemeinde kombiniert wird, konnte zuletzt kein Stadt-Oberer aus Bad Nenndorf teilnehmen. Denn die Traditionsfeier fällt immer auf das erste Augustwochenende, wenn die Neonazis Bad Nenndorf heimsuchten. Weil der braune Spuk Geschichte ist, entschied Schmidt, diesmal nach Gdów zu reisen.

Lingk, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins, ist hochzufrieden ob der tollen Stimmung, die der Besuch des hiesigen Bürgermeisters ausgelöst hat. Es sei genau das eingetreten, was er sich davon erhofft habe. Zudem stellte Lingk fest, dass Schmidt und sein Pendant in Gdów, Zbigniew Wojas auf einer Wellenlänge funken.

 Schmidt ist überwältigt von der Großzügigkeit und der Herzlichkeit der Gastgeber. Am Anfang des mehrtägigen Besuchs habe es gleich einen emotionalen Moment gegeben: Die Feuerwehr von Gdów hat in ihrem Domizil eine ganze Wand dem Initiator der Partnerschaft, Frank Lohmann, gewidmet. Die Stimmung sei von Beginn an prima gewesen, was die Deutschen aber sogar etwas beschämte. „Die waren richtig traurig, dass so lange keine offizielle Delegation der Stadt in Gdów war“, so Schmidt. Hätte er gewusst, wie wichtig den Polen dieser Aspekt ist, wäre er schon früher dorthin gereist. „Man hätte das ja auch an einem anderen Termin machen können“, sagt er in Anspielung auf den Naziaufmarsch.

Nur zum Besuch des Volksfestes waren die Verwaltungsvertreter keineswegs in Gdów. Es habe auch Fachgespräche gegeben, und außer der Feuerwehr wurden Kitas, ein Museum und Schulen besichtigt. Es bestehe der Wunsch, gemeinschaftliche Projekte auf den Weg zu bringen. Außerdem habe die Verwaltung von Gdów Interesse, ausrangierte Feuerwehrautos aus Bad Nenndorf zu kaufen. Die Regierung habe die Zuschüsse in dem Bereich um 90 Prozent gekürzt.

Nun steht vom 8. bis 11. September ein Gegenbesuch an. Schmidt betont: „Das Ganze muss jetzt auf eine höhere Ebene gehoben werden.“ Daher beginne am kommenden Montag die Planung des Programms für die Gäste aus Gdów.

gus

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