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Auszeichnung mit Leben erfüllen

Arbeitskreis Radverkehr fasst Projekte ins Auge Auszeichnung mit Leben erfüllen

„Herausfinden, wo die Reise hingeht“: So hat Baubereichsleiter Jörg Klostermann eines der Ziele beschrieben, mit deren Erreichen sich der jetzt aus der Taufe gehobene Arbeitskreis Radverkehr beschäftigen will.

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So schlecht, wie das abgebildete Gefährt es vermuten lässt, ist es um die Bemühungen der Stadt in Sachen Radverkehr nicht bestellt.bus

Bückeburg. Auf der Tagesordnung der im neuen Saal des Rathauses von knapp 20 Personen besuchten konstituierenden Versammlung stand naturgemäß zunächst das gegenseitige Kennenlernen. Gegen Ende der rund anderthalbstündigen Zusammenkunft wurden aber auch erste konkrete Projekte ins Auge gefasst.

 Es gehe anfangs auch darum, verdeutlichte Klostermann, der die Veranstaltung gemeinsam mit Ratsherr Bernd Schierhorn moderierte, welche Aufgaben sich dieser Arbeitskreis setze. „Was sollen unsere Ziele sein, wie kommen wir in der Runde zusammen und wie geben wir das Ganze weiter?“

 In der von Vertretern aus Rat und Verwaltung, Radfahrervereinen und Polizei sowie von Privatpersonen besuchten Gründungssitzung herrschte Einvernehmen darüber, dass der der Stadt verliehene Titel „Fahrradfreundliche Kommune“ nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch eine Verpflichtung für die Zukunft darstellt. „Auch wenn wir in einigen Bereichen bereits recht erfolgreich waren, müssen wir die Auszeichnung weiterhin mit Leben erfüllen“, meinte Schierhorn. Vor allem beim Thema „Fahrrad im Alltagsverkehr“ sei noch einiges zu tun, merkte Baurat Klostermann an. „Eine Unmenge Aufgaben, die nicht in wenigen Wochen oder Monaten zu erledigen sind.“ Daher sei es von Vorteil, ausgewählte Maßnahmen in den Fokus zu nehmen.

 Als einen möglichen Schwerpunkt seines Wirkens erörterte der Arbeitskreis die Verknüpfung von öffentlichem Personennah- und Fahrradverkehr. Wer mit dem Rad zur Bushaltestelle fahre, finde dort selten probate Abstellangebote, hieß es. Der vernetzten Mobilität komme derzeit noch zu wenig Aufmerksamkeit zu. Darüber hinaus stelle sich die Situation an Grundstückszufahrten vielerorts problematisch dar.

 Der für alle Interessierten offene Arbeitskreis kommt am Donnerstag, 9. Juli, um 19 Uhr zu seiner zweiten Sitzung zusammen. Dann wird voraussichtlich die Installierung eines festen Ansprechpartners auf dem Programm stehen, der Teile der Aufgaben eines in der Ex-Residenz derzeit nicht vorhandenen Fahrradbeauftragten übernehmen könnte. bus

Öffnung der Trompeterstraße für Radfahrer?

Ganz konkret diskutierten die Teilnehmer der konstituierenden Versammlung des neu gegründeten Arbeitskreises Radverkehr die beidseitige Öffnung der Trompeterstraße für Radfahrer. Der Benutzung der Straße auch entgegen der Einbahnstraßenregelung stünde nach dem Wegzug des Discounters Aldi und dem damit verbundenen Schwerlastverkehr eigentlich nicht viel im Weg, lautete eines der Hauptargumente pro Freigabe. „Eine gute Idee, die wir mal ausprobieren sollten“, meinte Baubereichsleiter Jörg Klostermann. „Das werden die Radfahrer mit Begeisterung annehmen, es gibt wegen der allgemein zu beobachtenden Rücksichtslosigkeit der Autofahrer aber Bedenken, dass das klappt“, hieß es seitens der Polizei. Und auch das Ordnungsamt trat auf die Bremse: „Wir sollten zuerst eine Erfassung der aktuellen Verkehrslage vornehmen.“
Die in vielen anderen Städten generell erlaubte Öffnung komme einem Paradigmenwechsel der Bückeburger Verkehrspolitik gleich und müsse von intensiver Aufklärungsarbeit begleitet werden, gab Ratsherr Bernd Schierhorn zu bedenken. An der Trompeterstraße wie insgesamt gelte es, unterschiedliche Belange und Interessen gegenseitig abzuwägen, erläuterte Klostermann. „Vieles ist mit dem Aufstellen von Schildern nicht zu regeln, das muss die Köpfe erreichen.“ bus

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