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Bückeburg / DLRG-Vereinsheim

Bäder GmbH will den Eingang des Bergbades verlegen


Die Überlegungen für ein neues Vereinsheim der DLRG Bückeburg auf dem Gelände des Bergbads nehmen immer konkretere Formen an. In den kommenden zwei Jahren, so kündigten der erste Vorsitzende Ortwin Kreft und dessen Stellvertreter Matthias Kraft an, werde sich der Verein konkret um eine Planung für einen Neubau eines Gebäudes im Bereich des alten Umkleidetraktes westlich des Haupteinganges sowie um Erstellung eines Kostenrahmens bemühen.
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Auf dem Gelände des alten Umkleidetraktes im Bückeburger Bergbad könnte nach den Vorstellungen der DLRG Bückeburg das neue Vereinsheim gebaut werden.

© jp

Bückeburg (jp). Damit will der Vereinsvorstand erste konkrete Weichen für einen Umzug von der Scheier Straße an die Birkenallee stellen.

 Das Thema Vereinsheim stellt für die DLRG Bückeburg einen latenten Dauerbrenner dar. Seit mehr als zehn Jahren residiert der Verein mit seinen Ausbildungsräumen und seiner gesamten Ausrüstung in einem Gebäude an der Scheier Straße. Und ist dort eigentlich wunschlos glücklich. „Die Immobilie an der Scheier Straße ist wie für uns geschaffen, wir haben dort wirklich alles, was wir brauchen“, wurden Ortwin Kreft und Matthias Kraft nicht müde zu betonen. Nur einen kleinen, aber eben entscheidenden Schönheitsfehler hat die derzeitige Unterkunft: Sie gehört der DLRG nicht, der Verein ist nur Mieter. Matthias Kraft: „Und genau das ist das Problem: Wir haben dort langfristig keine Planungssicherheit.“

 Lange Zeit hatte die DLRG mit einem neuen Vereinsdomizil auf dem Bergbadgelände geliebäugelt, vor allem natürlich aufgrund der Nähe zum Wasser und damit zum Trainingsbereich. Zudem schien der hinter dem Haupteingang beginnende, mittlerweile von den Badegästen kaum noch genutzte Umkleidetrakt geeignete räumliche Möglichkeiten zu bieten. Doch aufgrund des rasanten Mitgliederzuwachses in den vergangenen Jahren verabschiedete sich die DLRG 2009 von diesen Überlegungen. Ortwin Kreft auf der Hauptversammlung: „Das Thema Bergbad war für uns vor zwei Jahren erledigt, da das vorhandene Gebäude dort nicht genügend Platz geboten hätte.“ Als Alternative blieb dem Verein nur ein Neubau an anderer Stelle. Doch der Erwerb eines Gewerbegrundstückes an der Hannoverschen Straße scheiterte am höheren Gebot eines Mitbewerbers.

 Für die Rückbesinnung auf das Bergbad sorgte Bürgermeister Reiner Brombach: Er regte einen kompletten Neubau auf dem Gelände des jetzigen alten Umkleidetraktes an, wenn dieser im Zuge einer völligen Neugestaltung des Eingangsbereichs der Abrissbirne weichen werde. Bei der Bäder GmbH plant man nämlich konkret eine Verlegung des gesamten Eingangstraktes um rund 50 Meter weiter hangaufwärts, sodass Badegäste zukünftig das Bergbad auf gleicher Höhe mit den beiden Schwimmerbecken betreten. Im Zuge dieser Umbaumaßnahme werde dann auch der alte Umkleidetrakt abgerissen. Ein Vorschlag, der bei der DLRG auf mehr als nur offene Ohren stieß.

 Unter zwei Bedingungen möchte der Vorstand nun Nägel mit Köpfen machen. Ortwin Kreft: „Zum einen, dass die betreffende Fläche tatsächlich frei wird. Zum anderen, dass sich ein solches Vorhaben in einem für uns möglichen Kostenrahmen verwirklichen lässt.“ Unter den genannten Voraussetzungen sollen innerhalb von zwei Jahren alle Entscheidungen gefällt und sämtliche erforderlichen Pläne erstellt sein. Ortwin Kreft: „So etwas geht nicht in einem Vierteljahr. Dazu muss man sich genügend Zeit nehmen, damit es solide wird.“

 Bei der Mitgliederentwicklung der DLRG Bückeburg hat sich nach den rasanten Zuwächsen bis zum Jahr 2009 die Konsolidierung auf hohem Niveau fortgesetzt. Nach wie vor machen vor allem Kinder und Jugendliche zwischen sieben und 14 Jahren den Hauptzustrom an Neumitgliedern aus.

 Dass sich die Zahlen insgesamt leicht abgeschwächt haben, führt der Vorsitzende Ortwin Kreft unter anderem auf eine generell veränderte Stellung der Bevölkerung zu Vereinen zurück: „Früher ist man in einen Verein eingetreten, weil man dessen ideelle Ziele teilte, und blieb sein Leben lang Mitglied. Heute melden Eltern ihre Kinder an, weil sie etwas erwarten, nämlich den Erwerb eines Scheins wie beispielsweise des Deutschen Jugendschwimmabzeichens, und melden sie anschließend wieder ab.“

 Ein großes Drama sieht sein Vize Matthias Kraft in den leicht zurückgegangenen Mitgliederzahlen nicht, im Gegenteil: „Dadurch können wir in der Schwimmausbildung auf einige Kinder individueller eingehen, insbesondere bei der Wassergewöhnung und der Seepferdchenausbildung.“

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