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Bückeburg Stadt Barfuß durch die Nacht von Veltheim
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20:37 31.07.2011
Volles Haus: Als es Nacht wird über Veltheim, drängt sich das Publikum vor der Weserbühne. Quelle: ly
Veltheim (ly)

Nicht anders beim Doppelschlag am Samstag, als erst die Fuldaer Reggae-Band „Mighty Vibes“ auftritt und danach die Berliner „Ohrbooten“ mit ihrer zwanglosen Mischung aus Reggae, Ragga, Alternative, Hip-Hop und Jazz, musikalisch vielleicht das Highlight. Anderes war weniger schön.

Wenn Jochen van Loh an die „schmusige Stimmung“ beim letzten Festival denkt, bekommt er „heute noch Gänsehaut“. So harmonisch wie vor einem Jahr war „Umsonst & Draußen“ diesmal nicht, zumindest aus DRK-Sicht. „Die Stimmung ist durchwachsen, um es vorsichtig auszudrücken“, sagt van Loh, der Rotkreuz-Leiter Barkhausen.

So seien „die Leute gereizter“ gewesen, hätten den Einsatzkräften häufig nicht Platz gemacht oder Sprüche abgelassen. „Wir mussten uns durchkämpfen“, berichtet der DRK-Mann. „Das macht mich schon traurig. Wir wollen ja nur helfen.“
Unterm Strich musste das Rote Kreuz, das vier Schichten mit je 18 Einsatzkräften und zwei Notärzten schob, bis gestern Mittag rund 120 Patienten ambulant versorgen, ein Drittel davon nach Wespenstichen. In 20 Fällen waren Transporte ins Krankenhaus nötig, zum Beispiel bei Krampfanfällen durch übermäßigen Alkoholgenuss.

Damit kein falscher Eindruck entsteht: „Für ein Festival dieser Größe mit seinen etwa 20 000 Besuchern bleibt das völlig im Rahmen“, wie van Loh betont, der von Schlägereien nichts zu berichten weiß. So sieht es auch Lars Schulz. Es sei ein sehr ruhiges Festival gewesen, „wo die üblichen Dinge passieren, wenn Menschen zusammen feiern“.

Spannend wird der Kassensturz. Weil der Verein für ein Sicherheitskonzept 15 000 Euro zusätzlich lockermachen musste, wird sich zeigen, ob Aufschläge beim Bier (30 Cent mehr) sowie den Parkgebühren die Lücke schließen konnten. „Pleite gehen wir nicht“, sagt Schulz voraus.