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Barmherzigkeit kann die beste Investition sein

Unternehmertag Barmherzigkeit kann die beste Investition sein

Spielt der eigene christliche Glaube auch im Geschäftsleben eine Rolle? Und wenn ja, wie macht er sich im unternehmerischen Handeln bemerkbar? Um diese Fragen ist es bei einem Podiumsgespräch anlässlich eines „Unternehmertages“ gegangen, den die evangelische Kirche ausgerichtet hat.

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Seinen Kunden bleibe nicht verborgen, dass er – was in der Landwirtschaft aber auch nichts Ungewöhnliches sei – eine christliche Grundüberzeugung habe, berichtet der Agrar-Service-Unternehmer Dirk Hasse (links).

Quelle: wk

Bückeburg/Landkreis. Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe, die Evangelische Kirche von Westfalen sowie die Initiative für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas waren daran beteiligt

Die Gesprächsrunde setzte sich dabei aus vier Geschäftsleuten zusammen: Dirk Hasse (Agrar-Service, Heeßen), Martin Haß (Bäckerei Bertermann, Minden), Frank Jedamski (Hautau, Helpsen) und Helmut Mohr (Schuhhersteller Jomos, Selbitz).

„Wenn man ein gläubiger Mensch ist, dann schwappt das auch ins Unternehmen über“, sagte Hasse. So etwa, indem man immer erst an das Gute im Menschen glaube – gleich, ob man es mit Mitarbeitern oder Kunden zu tun habe. Sollte es dennoch mal Probleme geben, versuche man diese in einem sachlichen Gespräch zu lösen. Geschrien werde in seinem Betrieb ohnehin „weniger“. Sollte es dennoch mal „krachen“, dann gehe er selbst bereits nach kurzer Zeit wieder auf den anderen zu, um mit diesem wieder ins Einvernehmen zu kommen.

„Wichtig ist, dass man am Handeln erkennt, dass man Christ ist“, meinte Jedamski, der sich sicher ist, dass eine unternehmerische Tätigkeit dem Christ-Sein nicht entgegensteht, da „Gott uns in den Aufgaben haben möchte, in denen man steht“. Und „mit Gottes Hilfe“ gelinge es auch, ein Unternehmen durch etwaige schwierige Zeiten zu bringen.

Kunden in schwierigen Situationen helfen

„Ich bin im Grunde ein Zahlenmensch, aber Geschäft gelingt nicht ohne Gefühl“, erklärte Mohr. Und „Barmherzigkeit und Gerechtigkeit“ könne manchmal „fast schon die beste Investition sein“. Beispielsweise dann, wenn man einem Kunden in einer schwierigen finanziellen Situation helfe, anstatt offene Forderungen gleich mit einem gerichtlichen Mahnverfahren einzutreiben. Die Kunden würden einem das nämlich danken und sich umso mehr bemühen, die Rechnungen zu begleichen.

Wenn man mit einem Schuldner spreche, um eine Lösung zu finden, dauere es vielleicht länger, aber man bekomme dann in der Regel auch das ausstehende Geld, bestätigte Haß. Zudem berichtete er, dass er seinen Mitarbeitern bei eventuellen Verfehlungen „stets eine zweite Chance“ biete – außer bei Unpünktlichkeit und Diebstahl. Die beiden Ausnahmen – „Das kann ich nicht durchgehen lassen“ – begründete er damit, dass er als Firmenchef ja auch eine Verantwortung für das Unternehmen habe.

Moderiert wurde das Podiumsgespräch von Reiner Rinne, Superintendent i.R. der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Der Veranstaltung im Festsaal des Bückeburger Schlosses wohnten mehrere Dutzend Gäste bei, darunter auch etliche Unternehmer aus dem Schaumburger Land. wk

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