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Bedarf weit über den Prognosen

Krippenbedarf in Bückeburg Bedarf weit über den Prognosen

Die Nachfrage übertrifft alle Prognosen und Umfragen. Darum ist die Stadt gefordert, eine neue Kinderkrippe zu bauen, um den gesetzlichen Ansprüchen zu genügen: entweder in eigener Regie oder aber unter der Regie eines Trägers wie Kirche oder Paritätischer. In der kommenden Woche wird erstmals der Ausschuss für Jugend und Familie beraten, um grundsätzliche Entscheidungen zu treffen.

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Bückeburg. „Wir haben nach wie vor eine Warteliste und gehen davon aus, dass wir den Bedarf nur mit einem Neubau decken können“, sagte Bürgermeister Reiner Brombach auf Anfrage unserer Zeitung. Bisher sei seitens der Stadt nach den Umfragen von einem Bedarf von 35 bis 40 Prozent der anspruchsberechtigten Eltern ausgegangen worden. Diese Prognose sei aber längst überholt und liege deutlich über 40 Prozent. Es gebe nach wie vor eine Warteliste, obwohl die Stadt erst nach internen Umstrukturierungen in der Kindertagestätte am Unterwallweg zum Jahresbeginn eine Krippengruppe eingerichtet hat. Aufgrund der Prognosen geht die Stadt davon aus, dass die neue Krippe Platz für zwei bis drei Gruppen mit maximal je 15 Plätzen bieten muss, so Brombach. Die Zeit drängt bei der Entscheidungsfindung, denn bereits Ende 2016 soll die Krippe in Betrieb gehen – die vom Land Niedersachsen mit einem Zuschuss von 80 Prozent gefördert würde.

 „Wir sind noch in der Entscheidungsfindung“, sagte Brombach weiter. Denn außer dem Modell, dass die Stadt Träger der Einrichtung wird, hätten auch freie Träger ihr Interesse bekundet, eine Kinderkrippe zu betrieben. Dabei gelte es noch zu klären, zu welchen Kostenübernahmen diese Träger bereit wären. Denn, so die persönliche Meinung des Bürgermeisters: Sollten alle Kosten bei der Stadt verbleiben und nur die Personalauswahl von den Trägern getroffen werden, dann könne die Stadt die Krippe auch selbst betreiben. Diese Frage müsse aber noch in der Politik diskutiert werden, außerdem würden noch Gespräche mit freien Trägern geführt.

 In Sachen Grundstück ist die Verwaltung bereits aktiv geworden. In Frage kommt eine im Besitz von Bückeburg befindliche Fläche zwischen Fürst-Ernst-Straße und dem Straußweg, wo die Stadt bis vor wenigen Jahren eine Außenstelle ihrer Kindertagesstätte betrieben hat. Auch an der jetzigen Kindertagestätte am Unterwallweg wäre im Bereich der leer stehenden Herderschule genügend Platz für eine neue Krippe, sagte der Bürgermeister.  rc

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