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Behinderte auf Inspektionstour in der Stadt

Bückeburg / Ortstermin Behinderte auf Inspektionstour in der Stadt

Der Behindertenbeirat der Stadt Bückeburg hat gemeinsam mit Vertretern des Seniorenbeirats eine Ortsbegehung der Innenstadt unternommen. Auf der vom „Schild“-Parkplatz bis zum Marktplatz führenden Inspektionstour stießen die Teilnehmer auf zahlreiche kritikwürdige, aber auch auf positive Aspekte.

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Die gemeinsame Delegation von Behinderten- und Seniorenbeirat nimmt die Situation auf dem Marktplatz in Augenschein. Fazit: Hier zeigt das Pflaster zu große Fugen.

Quelle: bus

Bückeburg (bus). „Wir haben einen Brief an den Bürgermeister geschrieben, mit der Bitte für ein Gespräch mit den Beiräten für Behinderte und Senioren, um die einzelnen Punkte gemeinsam mit dem Stadtoberhaupt abzuarbeiten“, teilte der Beirat im Anschluss an die Begehung mit.

 Im Rundgangsprotokoll finden sich unter anderem die folgenden Gesichtspunkte:

 Schildcenter: Hier sind die Gänge oftmals durch Auslagen verengt. Der Eingang von der Parkplatzseite ist durch die Öffnungsvorrichtungen sehr gut zu öffnen, vorne zur Langen Straße fehlt dieser Öffnungsmechanismus.

 Für die Lange Straße ist festzuhalten, dass das gesamte Pflaster viele Stolperfallen mit zum Teil sehr breiten Fugen aufweist. Sämtliche Durchgänge zur Langen Straße sind in außerordentlich schlechtem Zustand. In den Fugen bleiben Rollatoren, Gehstöcke und Rollstühle mit schmalen Rädern sowie Schuhe mit Absätzen stecken. Es sind gefährliche Gehwege.

 Das Gleiche gilt für die Pflasterungen an den Hauswänden respektive der Geschäftseingänge. Hier gibt es zum Teil unverhältnismäßig breite Fugen und die Wege sind daher schlecht für den betroffenen Personenkreis zu begehen.

 Der Eingang Neue Apotheke ist ausreichend, der zum Ärztehaus ebenfalls.

 Der Eingang bei der Schlachterei Mühe sollte angeglichen werden, da es eine Fliesenkante beim Eingang gibt und man hier sehr leicht stolpern oder beim Herausgehen aus dem Geschäft fallen kann.

 Die Hirschapotheke hat einen ausreichenden Zugang. Das Lotto-Geschäft hilft beim Eingang; das Döner-Geschäft hilft ebenfalls.

 In allen Geschäften trifft man auf Hilfsbereitschaft, allerdings fehlen an allen Türen Klingeln, um das Verkaufspersonal zu rufen.

 Bei der Commerzbank sind die großen Pflasterplatten zum Teil lose und wackeln. Sie sind daher nicht trittsicher. Der Eingang ist nicht behindertengerecht. Zur Commerzbank und zur DAK gibt es keine Klingel oder Türdrücker. Die Landes-Zeitung hat ebenfalls keine für Behinderte gut erreichbare Klingel.

 Der Zugang zur Firma Apollo ist nicht behindertengerecht, durch das grobe Pflaster sind auch dort inzwischen breite Fugen entstanden. Der Handlauf ist zu kurz, man hat zum Aufgang von Anfang an keine Sicherheit, besonders schwierig auch für Rollatorfahrer. Es fehlt eine Klingel.

 Der gelbe Markierungsstrich auf den Stufen in der Langen Straße muss dringend erneuert werden. Das wird schon seit Jahren von Bückeburgern gefordert, aber nichts geschieht.

 Hof-Apotheke: Der Eingang ist zwar breit genug, aber im Gastraum wird es sehr eng. Man kann die Behindertentoilette nur unter erschwerten Bedingungen erreichen. „Für eine städtische Einrichtung ein schlechtes Beispiel“, halten die Delegationsmitglieder ausdrücklich fest.

 Das Pflaster auf dem Marktplatz zeigt große Fugen, zum Schlosstor sind ebenfalls unverhältnismäßig große Fugen zu erkennen, die aufgenommen werden müssen.

 Grundsätzlich ist ein Pflaster mit großen Fugen für Spastiker eine Plage und erschüttert die Menschen außerordentlich. Vorschlag: Vor dem Schlosstor das Pflaster mit einem glatten Überzug versehen, um relativ erschütterungsfrei auf die glattere Pflasterung hinter dem Schlosstor zu gelangen. Der Übergang vom Marktplatz zur Bahnhofstraße weist ebenfalls sehr breite Fugen auf, die verringert werden müssen, so der Seniorenbeirat.

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