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Bei Gegenwind hilft der Motor

Radtour mit Katja Keul Bei Gegenwind hilft der Motor

Das Solar-Unternehmen Ahrens, die Baustelle des Container-Umschlaghafens Regioport, der Scheier Rethof und ein Niedrigenergiehaus an der Scheier Straße sind Anlaufpunkte einer vom Bückeburger Stadtverband Bündnis 90/Die Grünen veranstalteten politischen Radtour mit Katja Keul gewesen.

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Katja Keul radelt an der Spitze: Start der Rundfahrt beim Solar-Unternehmen Ahrens.

Quelle: bus

Bückeburg. Gast der rund dreistündigen Tour war die Direktkandidatin der Partei Katja Keul, die seit acht Jahren für die Grünen im Bundestag sitzt.

„So macht Wahlkampf Spaß“, erklärte die Abgeordnete im Anschluss an die Rundfahrt. Womit sie sowohl die landschaftlichen Eindrücke, etwa in der Bückeburger Niederung, als auch die Gesprächspartner meinte. „Es ist immer von Vorteil, sich direkt vor Ort ein Bild von den in der Diskussion stehenden Situationen zu verschaffen“, erläuterte die rechtspolitische Sprecherin und Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion.

Überdies bereitete es Keul Spaß, den Ausflug auf einem Fahrrad mit Elektro-Antrieb absolvieren zu können. „Das war meine erste weitere Fahrt mit einem E-Bike“, verriet die 47-Jährige. Generell vertrete sie den Standpunkt, dass Radfahren auch mit ein wenig Erschöpfung einhergehen müsse. „Aber bei dem Gegenwind war die Unterstützung durch einen Motor recht angenehm.“

Innovationen in der E-Mobilität

Bei Ahrens standen eine Betriebsbesichtigung und Neuerungen in den Bereichen Photovoltaik und E-Mobilität auf dem Programm. Nicole Krägenbrink und Axel Hausmann stellten unter anderem Elektro-Motorräder und Elektro-Roller vor. Die in China gefertigten Zweiräder gelten als Einstiegsmodelle in die E-Mobilität. „Der 2400 Watt starke Motor ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern, der in Zusammenarbeit mit der Firma Bosch entwickelte Akku lässt rund 70 Kilometer Reichweite zu“, zeigte Krägenbrink auf.

An der Regioport-Baustelle stand den Tourteilnehmern Uwe Tönsing als Ansprechpartner zur Verfügung. Dabei erfuhren die Gäste Details von den Ausmaßen des Vorhabens und von dem von der Bürgerinitiative Containerhafen (Bicon) gegen das Vorhaben angestrengten Klageverfahren. „Und von der Tatsache, dass Großmotorschiffe im Hafenbereich nicht wenden können“, berichtete Keul. „Die Schiffe müssen entweder bis Wunstorf oder sieben Kilometer rückwärtsfahren“, hatte Bicon-Vorsitzender Tönsing verdeutlicht.

Gegen den Bundesverkehrswegeplan

Auf dem Rethof gaben Waltraud und Hans-Jürgen Hornung Auskunft über mögliche Auswirkungen eines trassenfernen Ausbaus der Bahnstrecke Hannover-Bielefeld auf den anno 1388 erstmalig in einem offiziellen Schriftstück erwähnten Hof. „Wir haben den Bundesverkehrswegeplan im Bundestag abgelehnt“, betonte die Politikerin. Der Plan weise weder eine vernünftige Interessenabwägung noch eine nachvollziehbare Prioritätensetzung auf, monierte Rechtsanwältin Keul.

Zurück im Bückeburger Stadtgebiet informierte Manfred Görg an der Scheier Straße über die Vorteile eines Niedrigenergiehauses. Zudem setzte der Gastgeber des abschließenden Beisammenseins die Teilnehmer davon in Kenntnis, dass das Haus über eine Schnellladestation für E-Autos verfügt.

"Grüner Mainstream" hat sich noch nicht durchgesetzt

Die Besucherin nutzte die Gelegenheit, um auf die Notwendigkeit der Stimmabgabe bei der Bundestagswahl hinzuweisen. „Wer glaubt, der grüne Mainstream habe sich ohnehin durchgesetzt und bräuchte keine starke Stimme mehr im Deutschen Bundestag, unterliegt einem gefährlichen Irrtum“, sagte die auf Platz fünf der niedersächsischen Landesliste kandidierende Abgeordnete.

„Wer mich noch einmal nach Berlin schicken will, sollte darauf achten, sein Kreuz bei der Zweitstimme an der richtigen Stelle zu machen“, hob Keul hervor. Es werde spannend, ob der Listenplatz „ziehe“. Sie sei zwar hinsichtlich des erneuten Einzugs ins Bundesparlament durchaus zuversichtlich, aber: „Ab sieben Prozent wird es eng.“  bus

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