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Bei jedem Wetter im Wasser

Bückeburg Bei jedem Wetter im Wasser

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung – das gilt nicht nur im gleichnamigen Spielfilm von Kurt Hoffmann aus dem Jahr 1968, sondern derzeit auch im Bückeburger Bergbad.

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Sie kann auch noch so schlechtes Wetter nicht vom Frühschwimmen abhalten: Friedrich Bruchhaus (von links), Konrad Voigt, Rolf Günther und Wolfgang Kumpf.

Quelle: jp

Bückeburg. Denn zu dieser Morgenstunde sowie am frühen Abend liegen die Zeitspannen, zu denen im 50-Meter-Sportbecken trotz des herbstlichen Wetters reger und lebhafter Betrieb herrscht.

 „Frühmorgens und abends kommen unsere Unentwegten, unserer Frühschwimmer und Dauerkartenbesitzer, denen die Temperaturen nichts ausmachen und die bei wirklich jedem Wind und Wetter ins Wasser gehen“, erzählt Betriebsleiter Erik Rechenberg. Unentwegte und Unerschütterliche wie VfL-Bückeburg-Urgestein Wolfgang Kumpf, der ehemalige Vorsitzende des Luhdener Sportvereins, Konrad Voigt, und die eisernen Frühschwimmer Horst Neufahrt, Wolfgang Rüffer, Hubert Knodel und Wilfried Fallak, die vermutlich noch nicht einmal Frost von ihrem Frühsport abhalten könnte.

 Tagsüber jedoch wird es seit dem Wetterumschwung auf den 50-Meter-Bahnen des Bergbads regelrecht einsam. Selbst als am vergangenen Sonntag wenigstens für ein paar Stunden die Sonne aus nahezu blauem Himmel auf das Bergbad herablachte, zog zwischen Sprungturm und Startblöcken nur eine Handvoll Schwimmer gemächlich ihre Bahnen. Und auf der Liegewiese, auf der noch vor Monatsfrist die Massen an Sonnenanbetern und Badenixen den Sommer genossen, herrschte schlicht gähnende Leere.

 Dabei hatte die Saison durchaus so begonnen, als könne das Jahr 2014 an das vergleichsweise gute Vorjahr mit mehr als 112000 Besuchern anknüpfen. Zwar gab es keine wirklich lang anhaltende Hitzeperiode, doch einige warme und sonnige Wochenenden und mit dem 19. Juli sogar einen extrem heißen Sonnabend mit Rekordtemperaturen. Doch dann kam die August-Mitte und mit ihr der komplette Schwenk hin zu herbstlichen, nassen und viel zu kalten Witterungsbedingungen. „Für uns als Freibadbetreiber ist ein solcher Wetterumschwung natürlich ein einziges Trauerspiel“, so Rechenberg. Noch dazu mitten in den Schulferien, der ansonsten besucherstärksten Zeit eines jeden Sommers. Zurzeit zähle das Bergbad täglich nur noch zwischen 300 und 400 Badegäste, sagt Rechenberg. „Es ist daher sogar fraglich, ob wir in dieser Saison die 100000 noch erreichen.“

 Nur mit Wehmut kann der Bäder-Betriebsleiter an das Vorjahr zurückdenken, als zur selben Jahreszeit sommerliche 25 Grad herrschten. Oder an das Jahr 2012, als das Thermometer am 19. August in Bückeburg unglaubliche 43 Grad Celsius anzeigte und das von über 5000 Badegästen förmlich überrannte Bergbad daher an einem Sonntagabend bis um 21 Uhr geöffnet blieb.

 Indes ist eine Rückkehr des jetzigen Wetters zu halbwegs sommerlichen Zuständen innerhalb der letzten drei Wochen der Bergbadsaison nicht in Sicht. „Da kann man sich wirklich nur noch auf die Hallenbadsaison freuen.“ Die wird planmäßig am Dienstag, 16. September, beginnen, nachdem das Bergbad sich am Sonntag zuvor mit dem traditionellen Abschwimmen in die Winterpause verabschiedet. Hoffentlich wenigstens dann bei Sonne und etwas freundlicheren Temperaturen. jp

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