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Beim Schaumburger VdK knirscht es

Streit eskaliert bei Hauptversammlung Beim Schaumburger VdK knirscht es

Der Kreisverband Schaumburg des Sozialverbandes VdK hat einen neuen Vorsitzenden. Günther Ihloff, Vorsitzender des Ortsverbands Bückeburg, löste Brigitte Sczess ab, die das Amt vor vier Jahren übernommen hatte. Zuvor waren Unstimmigkeiten über eine nicht offen gelegte Kasse zutage getreten.

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Die Sozialrechtsreferentin und Kreisverbandsgeschäftsführerin Claudia Hilscher-Meinert (von links), der neue Vorsitzende Günther Ihloff, die Ehrenvorsitzende Brigitte Sczess, der Ehrenvorsitzender Klaus-Dieter Hellmann und Kassenverwalter Dieter Schwellnus.

Quelle: mig

Bückeburg. Dass es im VdK-Kreisverband Schaumburg knirscht, trat schon zu Beginn der Sitzung in der Gaststätte „Zur Falle“ deutlich hervor. Vertreter des Ortsverbandes Rodenberg-Bad Nenndorf wollten schon vor der Vorstandswahl eine Aussprache herbeiführen. Mit Verweis auf die Tagesordnung wurde ihnen dies verwehrt wurde. Bei der Wahl selbst gewann der Konflikt deutlich an Schärfe: Die große Mehrheit wählte Günther Ihloff zwar zum neuen Vorsitzenden - allerdings gab es auch drei Gegenstimmen von den Mitgliedern des Ortsverbandes Rodenberg-Bad Nenndorf. In der Pause verließ die kleine Abordnung dann den Saal. Die Begründung lautete: Man müsse diese „Ehrlosigkeit“ nicht noch unterstützen.

 Hintergrund des Streites ist eine Anfrage von Ihloff, der als designierter Nachfolger von Sczess die Ortsverbände um Einblick in die Kassen ersucht hatte. Dem sei der Ortsverband Rodenberg-Bad Nenndorf nicht nachgekommen, sagte Ihloff am Rande der Versammlung. Die Vertreter aus Rodenberg und Bad Nenndorf sehen das ganz anders. Ihnen sei unterstellt worden, dass die Kassenzahlen nicht stimmen, sagte einer der Betroffenen. Es habe sogar „halbanonyme“ Briefe gegeben. Das könne man nicht auf sich sitzen lassen.

 Der Streit um Kassen und Briefe überschattete die gesamte Wahl. Sowohl Günther Ihloff als auch Angelika Ihloff, die zur Beisitzerin gewählt wurde, bekamen drei Gegenstimmen. Bei den anderen Kandidaten enthielten sich die Mitglieder aus dem Ortsverband Rodenberg-Bad Nenndorf.

 Sczess wurde an diesem Abend eine besondere Ehre zuteil: Sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Weitere Ämter übernahmen: Heinz Wilharm als stellvertretender Vorsitzender, Dieter Schwellnus als Kassenverwalter sowie Klaus-Dieter Strehlke als Schriftführer. Martina Petter ist fortan Frauenvertreterin, Heinz Bradt und Ingrid Bradt übernahmen die Funktion von Beisitzern.

 In einer kurzen Ansprache rief Günther Ihloff die Mitglieder dann zum Zusammenhalt auf. Für die Zukunft wünscht sich der neue Vorsitzende eine verstärkte Nutzung digitaler Kommunikation „beispielsweise von E-Mails oder Whatsapp“. Ein weiteres Ziel sieht der VdK-Chef in der Ansprache jüngerer Menschen. Das sei angesichts des hohen Durchschnittsalters der Mitglieder sehr wichtig.

 Hans-Werner Gille vom Landesverband des VdK Niedersachsen-Bremen nahm abschließend ebenfalls Stellung zu den Unstimmigkeiten. Im Sozialverband VdK seien bundesweit 1,8 Millionen Mitglieder aktiv, sagte Gille. Da sei es normal, dass es manchmal quietsche und knatsche. Insgesamt sieht der Vertreter des Landesverbandes den VdK aber gut aufgestellt. Die soziale Schieflage treibe dem Verband die Mitglieder buchstäblich in die Arme, sagte Gille.  mig

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