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Belebung durch Offenen Bücherschrank

Bückeburg / Innenstadt Belebung durch Offenen Bücherschrank

Die beim Bündnis für Familie angesiedelte Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Innenstadt“ hat während ihrer jüngsten Zusammenkunft eine weitere Belebungsidee ins Spiel gebracht.

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Die Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Innenstadt“ möchte mit unterschiedlichen Aktivitäten die Aufenthaltsqualität der Fußgängerzone erhöhen.

Quelle: bus

Bückeburg. Die Mitglieder machten sich für die Errichtung eines sogenannten Offenen Bücherschrankes stark. Solche Angebote seien in vielen Städten zu finden und auch in der Ex-Residenz mit verhältnismäßig geringem Aufwand zu realisieren.

 Die bisweilen auch als Austauschbücherei oder Straßenbibliothek bezeichneten Offenen Bücherschränke, bieten die Möglichkeit, Publikationen aufzubewahren und diese kostenlos und ohne jegliche Formalitäten zum Tausch oder zur Mitnahme bereitzustellen.

 Das Modell des problemlosen Literaturaustausches im öffentlichen Raum ist vor rund 25 Jahren entstanden. Zu den Vorreitern zählte die Landeshauptstadt Hannover, wo diese Bücherschränke heute in mehr als 30 Stadtteilen zu finden sind.

 Das Vorhaben funktioniert nach einem simplen Prinzip: Der Schrank ist jedermann zugänglich. Wer sich für ein Buch interessiert, darf es mitnehmen und sollte es nach angemessener Zeit zurückbringen – oder behalten und stattdessen der Allgemeinheit eine andere Publikation zur Verfügung stellen. Eine Patenperson kontrolliert den Inhalt regelmäßig und trägt dafür Sorge, dass er weder durch Witterungseinflüsse noch durch Banausentum Schaden nimmt.

 Für die Umsetzung der Grundidee existieren zahlreiche Beispiele. Zum Einsatz kommen außer schlichten Schränken auch Vitrinen und ausgediente Telefonzellen. In Frankfurt ist ein Campingfahrzeug als „Kunst- und Kulturwagen“ unterwegs, in Hamburg gibt es „Rollende Bücherregale“ in Linienbussen, in Holtensen dient ein früheres Trafohäuschen als „Bücherturm“.

 Förderung und Finanzierung erfolgen auf unterschiedliche Weise. Oft stehen Privatpersonen, Stiftungen oder wohltätige Vereinigungen den Initiatoren zur Seite. Eine Studie der Universität Bonn hat festgestellt, dass sich das System großer Akzeptanz erfreut.

 In der Arbeitsgemeinschaft wurden die Kosten für ein Bückeburger Modell auf 1500 bis 2000 Euro geschätzt. Als möglichen Standort für eine Erprobungsphase fassten die Mitglieder das Bergbad ins Auge, weil dort die Patenschaft zunächst unproblematisch von städtischen Angestellten übernommen werden könnte. Der Offene Bücherschrank könne bei passenden Angeboten aber auch gleich in der Fußgängerzone installiert werden.

 Die Arbeitsgemeinschaft hatte im Ratsausschuss für Jugend und Familie weitere Vorschläge zur Belebung der Innenstadt vorgestellt und war dort auf einstimmige Zustimmung getroffen.

 Der Ausschuss sprach sich dafür aus, im Haushalt des kommenden Jahres 5000 Euro für erste Aktivitäten zur Verfügung zu stellen.  bus

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