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Bergbad schließt und wird winterfest gemacht

Saison beendet Bergbad schließt und wird winterfest gemacht

Die Bergbad-Saison 2015 ist Geschichte. Nach 142 Tagen Öffnungszeit, der längsten Saison seit dem „ewigen Sommer“ 1999, hat das Badeparadies an der Birkenallee in Bückeburg am Sonntag seine Pforten für dieses Jahr geschlossen.

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Finale: Ein letztes Mal ziehen einige unerschrockene Schwimmer bei herbstlich-ungemütlicher Witterung ihre Bahnen.

Quelle: jp

Bückeburg. Viele Stammgäste, Badefreunde und Sprungturm-Fans, unter ihnen auch Bürgermeister Reiner Brombach, ließen es sich nicht nehmen, ihrem Freibad im Rahmen des traditionellen Abschwimmens bis zum nächsten Frühsommer Lebewohl zu sagen. Auf das Vorzüglichste versorgt wurden sie dabei einmal mehr vom Bäder-Team mit diversen Leckereien vom Grill sowie kalten und warmen Getränken, wobei angesichts der äußerst herbstlichen Witterung vor allem die Heißgetränke besonders begehrt waren.

 Vom Schwimmen selbst ließ sich indes trotz der kühlen Witterung niemand abschrecken: Auch eine Wassertemperatur von nur 23 Grad Celsius – genau so viel waren es zu Beginn der Saison am 2. Mai – hielt keinen der Badegäste am letzten Öffnungstag davon ab, noch einmal ausgiebig Bahnen zu ziehen oder sich kopfüber vom Sprungturm ins ganz schön kühle Nass zu stürzen. Einer, dem der Abschied von der Bergbad-Saison dabei sicherlich besonders schwer gefallen sein dürfte, war Philipp Sasse: Das vierjährige Bückeburger Ausnahme-Talent erlernte bereits mit drei Jahren im Kurs von Bäder-Mitarbeiter Klaus Kramer das Schwimmen, nachdem er bereits als Zweijähriger nach Leibeskräften vom Dreimeterbrett des Sprungturms gesprungen war. Mittlerweile ist der Turm nicht nur an heißen Tagen so etwas wie das zweite Zuhause für den Vierjährigen geworden, so sehr genießt er die Sprünge aus drei und fünf Meter Höhe.

 Während sich die Badegäste ab morgen wie gewohnt im Dr.-Faust-Hallenbad der Leibesertüchtigung hingeben können, wird das Bergbad für die Überwinterung fit gemacht. Was dabei alles zu beachten ist, darüber hat Betriebsleiter Erik Rechenberg einen mehr als fingerdicken Vorschriften- und Regelungskatalog. Als Erstes wird alles bewegliche Inventar des Bades, angefangen von den Sitzbänken über die abschraubbaren Startblöcke bis zu Blumenkästen abgebaut, abtransportiert und wintersicher verstaut. Aus den Verrohrungen muss das Wasser abgelassen werden, um im Frostfall ein Platzen zu vermeiden.

 Dies gilt indes nicht für das Wasser der Becken selbst: Das wird keinesfalls komplett abgelassen, sondern nur bis auf Höhe des Wasserspiegels in der Überlaufrinne. Und das aus mehreren Gründen: Zum einen dient das Wasser für die beiden Becken als Frostschutz. Zwar kann Edelstahl nicht rosten, sich wohl aber im Falle sehr tiefer Temperaturen verziehen. Zum Zweiten dienen die 2500 Kubikmeter Wasser im Schwimmerbecken und die 1000 Kubikmeter Wasser im Nichtschwimmerbecken auch als statisches Gewicht gegen das von unten drückende Grundwasser und gegen den seitlichen Druck des Harrls. „Der Berg arbeitet“, erläutert Rechenberg. Und Alt-Schwimmmeister Eitel Radek erinnert sich daran, dass sich bis Mitte der achtziger Jahre über dem Schwimmerbecken noch mehrere Stufen Betontribünen befanden, an denen sich genau dieser Druck von Jahr zu Jahr mehr bemerkbar machte: „Die wurden durch die Bewegung des Untergrunds immer stärker beschädigt, sodass wir irgendwann gar nicht mehr anders konnten, als sie komplett zu entfernen.“

 Völlig ruhig wird es im Bergbad – auch wenn es vielleicht für den auf dem Südweg des Harrl vorbeikommenden Spaziergänger so aussehen mag – während des Winters nicht. So müssen regelmäßig Kontroll- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden, damit alle Systeme beim Saisonbeginn im kommenden Frühsommer startklar sind. Einmal die Woche müssen die Pumpen in Betrieb genommen werden, damit diese ihre Beweglichkeit behalten. Zudem wird die knapp achtmonatige Winterpause generell für alle Arten von Ausbesserungs- und Erneuerungsarbeiten an den Gebäuden und den technischen Anlagen genutzt.  jp

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