Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Bergbad verfehlt Zielmarke

Bückeburg Bergbad verfehlt Zielmarke

Mit knapp 92.000 Besuchern hat das Bückeburger Bergbad 2015 wie schon im vergangenen Jahr die gesetzte Zielmarke von 100.000 Badegästen erneut verfehlt.

Voriger Artikel
Comic-Projekt für Kinder gestartet
Nächster Artikel
Stadt begrüßt mehr als 100 Neubürger

Bückeburg. Gegenüber 2014 stieg die Besucherzahl zwar insgesamt leicht um 3,8 Prozent, was aber vor allem auf die ungewöhnliche lange Saison von 142 Betriebstagen zurückzuführen sein dürfte. Die Bäder GmbH hatte die Freibadzeit bereits am 2. Mai beginnen und mit dem vergangenen Sonntag auch eine Woche später als sonst üblich enden lassen, um die genügend Zeit für die Umbau- und Sanierungsarbeiten im Dr.-Faust-Hallenbad zu haben.

Verhagelt hat dem Bergbad die Saison der viel zu kalte Frühsommer. Nur 7263 Badegäste kamen im Mai. Zum Vergleich: Im Mai 2014 waren es bei deutlich weniger Öffnungstagen beinahe doppelt so viele. Auch der Juni 2015 kam mit 17.233 Besuchern (gegenüber 20.667) im Vorjahr nicht so recht in Schwung. Satte 30.500 waren es dann im warmen und sommerlichen Juli, damit aber immer noch rund 5000 weniger als 2014. Der Hauptgrund dafür: In diesem Jahr begannen die Sommerferien erst im August. Dieser konnte dann tatsächlich mit 31.205 Besuchern einiges wieder herausholen, aber letztlich nicht verhindern, dass die Bilanz für 2015 weit hinter den Hoffnungen der Bäder GmbH zurückblieb. Bäder-Geschäftsführer Reiner Wilharm machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: „So schlecht war der Sommer nicht. Eigentlich hätte es wirklich etwas mehr sein können.“

Vorbei scheinen die Zeiten zu sein, in denen das Bergbad locker fast 190.000 Besucher verbuchte wie im Sommer 2005 oder knapp 140.000 wie im Jahr darauf. Aber woran liegt es, dass mittlerweile sogar die 100.000er Marke immer schwieriger zu erreichen ist, selbst bei seiner so langen Saison wie in diesem Sommer?

Da sind zum einen die nicht von der Hand zu weisenden klimatischen Bedingungen: Während die Winter immer milder werden, bleiben manche Sommer fast vollständig kühl und verregnet. Und während das Frühjahr in diesem Jahr viel zu trocken und regenarm war, blieb dagegen im Hochsommer die Sonne Mangelware. Hitzetage mit mehr als 30 Grad und vierstelligem Besucheransturm wie am 4. Juli, als das Bergbad mit 4307 Badegästen seinen Tageshöchststand verzeichnete, sind inzwischen Einzelfälle. Lange anhaltende Hitzeperioden wie im Sommer 1995 oder im Sahara-Sommer 2003, als das Bergbad noch sagenhafte 211727 Badegäste verbuchte, scheinen der Vergangenheit anzugehören.

Doch unabhängig vom Wetter schlagen sich in den Besucherzahlen auch deutlich geänderte Sport- und Freizeitgewohnheiten nieder, insbesondere von Kindern und Jugendlichen. Und dafür hat Bäder-Geschäftsführer Wilharm vor allem einen Hauptschuldigen ausgemacht: die Ganztagsbetreuung. „Früher war es gang und gäbe, dass man sich als Schüler bei gutem Wetter spätestens nach den Hausaufgaben im Bergbad traf.“ Und heute: „Da ist doch nicht erst mit der Schule, sondern schon ab der Krippe und dem Kindergarten der gesamte Tagesablauf für Kinder und Jugendliche verplant und durchgetaktet.“ Das bekämen heutzutage nicht nur Sport- und Freizeiteinrichtungen wie das Bergbad zu spüren, sondern auch zahlreiche Vereine. Denen fehle inzwischen genauso der Nachwuchs, weil dieser schlicht und einfach für sie keine Zeit mehr habe. jp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg