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Besinnlicher Schlussakkord

Bückeburger Kulturverein Besinnlicher Schlussakkord

Mit dem Trio „Zebra Sommerwind“ hat der Bückeburger Kulturverein drei Interpreten für seine Kleinkunstreihe „Poetische Momente“ gewonnen, die das Format dieses eher auf aparte Zwischentöne als auf lautstarkes Trallala ausgelegten Programms hervorragend auszufüllen wussten.

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Thomas Kagermann (von rechts), Andrea Leonhardi und Urs Fuchs beschließen die 2017er Staffel der „Poetischen Momente“.

Quelle: bus

BÜCKEBURG. Die auf neu gewandete deutschsprachige Volkslieder spezialisierten Musiker bescherten der 2017er Staffel einen ebenso unterhaltsamen wie besinnlichen Schlussakkord, der viele Besucher bereits jetzt Zusagen fürs kommende Jahr geben ließ.

Während ihres – wie bei den „Poetischen Momenten“ üblich – ausverkauften Gastspiels präsentierten Andrea Leonhardi (Akustikgitarre, Perkussion, Gesang), Thomas Kagermann (Akustikgitarre, Violine, Gesang) und Urs Fuchs (Akustikgitarre, Gesang) in der ehemaligen Landfrauenschule ein Dutzend Kostproben aus einem schier unerschöpflichen Fundus. Nach Aussagen von Kagermann, der schon in den siebziger Jahren mit der Formation „Fiedel Michel“ durch die Bundesrepublik tourte, existieren rund 360000 Volkslieder in Deutschland.

simsaladimbam basaladusaladim

Die auf ohne jegliche elektrische Verstärkung auskommenden, von akustischen Instrumenten intonierten und zumeist mehrstimmig vorgetragenen Weisen riefen trotz zum Teil ungewohnter musikalischer Auslegung und veränderten Texten bei vielen Zuhörern Erinnerungen an längst vergangen geglaubte Zeiten wach. Das traf auf das eingangs zu Gehör gebrachte Stück „Wach auf meines Herzens Schöne“ genauso zu wie auf „Der Frühling hat sich eingestellt“ und „Kein schöner Land in dieser Zeit“.

Den kräftigsten Applaus spendierte das hingerissene Auditorium unterdessen einem Instrumentaltitel. Bei der aus Böhmen stammenden Volkstanz-Polka imponierte Kagermanns Geigenspiel – wie auch am Schluss mit einem norddeutschen Tanz – ungemein. Dass in der A-cappella-Zugabe zur Melodie des Kinderliedes „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ anstelle des Vogels – simsaladimbam basaladusaladim – ein Zebra auftauchte, nahm eingedenk des Bandnamens nicht weiter wunder.

„Et kütt wie et kütt“

Mithilfe des totgeschossenen Unpaarhufers erläuterte das Trio nicht nur die Entstehung des Zebrastreifens, sondern stellte darüber hinaus ein weiteres Mal seine Vorliebe fürs Augenzwinkernde unter Beweis. „Wir kommen aus dem Rheinland“, hatten die Gäste zu Beginn ihres Auftritts zu verstehen gegeben. „Et kütt wie et kütt.“ Was vom Publikum gleichermaßen positiv aufgenommen wurde wie ihre Entschuldigung für das mehrmalige Nachstimmen der Instrumente: „Ihr habt zu warm geatmet.“

Des Weiteren machte „Zebra Sommerwind“ dem veranstaltenden Kulturverein und dessen Geschäftsführerin Johanna Woydt ein großes Kompliment. „Wir sind wieder einmal liebevoll und herzberührend in Empfang genommen worden. Besuche in Bückeburg fühlen sich an wie Nach-Hause-Kommen“, so Kagermann. Woydt ihrerseits bedankte sich bei ihren Mitstreitern und kündigte eine Fortsetzung der „Poetischen Momente“ im nächsten Jahr an. bus

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