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„Besorgniserregende Entwicklungen“

Bückeburg / Volkstrauertag „Besorgniserregende Entwicklungen“

Bei strömendem Regen haben in diesem Jahr zahlreiche Bückeburger am Volkstrauertag der Toten der beiden Weltkriege sowie der Opfer von Gewalt und Vertreibung gedacht.

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Vertreter von Stadt, Bundeswehr und Feuerwehr legen am Ehrenmal Kränze zum Gedenken. jp

Bückeburg. Dabei stehe das Gedenken in diesem Jahr unter ganz besonderen Vorzeichen, meinte Landesbischof Karl-Hinrich Manzke in seiner Ansprache bei der Gedenkfeier am Ehrenmal im Schlosspark. 2014 sei ein Jahr, in dem die Konflikte weltweit nicht ab-, sondern massiv zugenommen hätten. Im Mittelpunkt stünden dabei der Krieg in der Ukraine, der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern und die unbeschreibliche Gewalt in Syrien und im Irak sowie die daraus resultierenden Flüchtlingsströme. Angesichts der „besorgniserregenden Entwicklungen“ habe man den Eindruck, die Welt gerate aus den Fugen und habe die Lehren des 20. Jahrhunderts nicht verstanden.

Das Jahr 2014 stehe aber auch für das Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und die Öffnung der Mauer vor 25 Jahren. „Man könnte denken, das Jahr 2014 würde die Hoffnung nach dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Kriegs, dass nun alles friedlicher und besser würde, widerlegen.“ Daher gedenke man jetzt nicht nur der Toten der Weltkriege, sondern auch der Opfer heutiger Tage, so Manzke.
Auf der Suche nach Lösungen der diversen internationalen Konflikte komme Deutschland eine besondere Verantwortung zu, da seine Geschichte untrennbar mit dem Leid der beiden Weltkriege verknüpft sei. Die Trauer um die Toten der Weltkriege sei eng verbunden mit der drängenden Frage, was angesichts der vielfältigen Konflikte, Kriege und Gefahren zum Frieden beitrage. Dabei könne der Einsatz von Waffengewalt nur Mittel sein, um die ärgste Not zu lindern.

Nach der Ansprache des Landesbischofs legten Vertreter der Stadt sowie der Bundeswehr am Ehrenmal im Schlosspark Kränze nieder. Umrahmt wurde die Gedenkfeier von einem Ehrenzug der Heeresfliegerwaffenschule, von Mitgliedern der Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt, dem Männergesangverein Bückeburg sowie dem Posaunenchor der Stadtkirchengemeinde.   jp

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