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Betrügerin trickst Rentner aus

Bückeburger Opfer von angeblicher Spendensammlerin Betrügerin trickst Rentner aus

Die Polizei Bückeburg hatte mehrfach vor den sogenannten Klemmbrett-Betrügern gewarnt. Dennoch ist ein 72-jähriger Bückeburger Opfer einer angeblichen Spendensammlerin geworden, die den Rentner am Freitag, 5.

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Bückeburg. Februar, gegen 12.15 Uhr in seinem parkenden Auto auf dem Dr.-Witte-Platz angesprochen hatte.

 In diesem Fall war es eine etwa 35 Jahre alte Frau mit südosteuropäischem Aussehen, die mit ihrem Klemmbrett vor dem in seinem Wagen sitzenden Bückeburger herumhantierte und um eine Spende bat. Das geöffnete Portemonnaie hatte der Geschädigte auf seinem Schoß liegen, was für die Trickbetrügerin einer Einladung gleichkam, sich daran zu bedienen. Dem 72-Jährigen wurde in Sekunden das Scheinfach unbemerkt leer geräumt – daraus wurden 200 Euro gestohlen.

 Die Trickdiebin wurde wie folgt beschrieben:

 30 bis 35 Jahre alt,

 etwa 1,50 Meter groß,

 südosteuropäisches Aussehen,

 Kopftuch,

 dunkle Haare, Länge aufgrund des Kopftuches nicht bekannt,

 bekleidet mit hellen Sachen, vermutlich in Beige oder Grau.

 Der Pressesprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer, wiederholt deshalb nochmals einige präventive Hinweise: Es seien vornehmlich Trickdiebinnen, die auf der Straße und in Supermärkten oder auf Großparkplätzen von Supermärkten um eine Spende bitten. Wenn der Geldbeutel geöffnet wird, nutzten die Betrügerinnen die Chance und lassen aus dem Portemonnaie Scheine mitgehen. Die Spendenliste und das Klemmbrett dienen zur Ablenkung und Abdeckung der Geldbörse. Das Klemmbrett oder die Liste wird so geschickt über das Portemonnaie gehalten, dass man unbemerkt die Geldscheine aus der Börse ziehen kann.

 Durch den Eintrag in eine Spendenliste soll offenbar die Echtheit der Sammlung fingiert und die Spendenbereitschaft gesteigert werden. Auf der Spendenliste sind meist schon fingierte Einträge vorhanden. Psychologisch gesehen sei das sehr clever, so Auer: „Alle geben zehn Euro“ – das könne zur Übergabe zumindest eines gleich hohen Betrages animieren.

 Zusätzliche Symbole verschiedener Beeinträchtigungen oder Hilfsorganisationen sollen laut Auer die Spendenbereitschaft ihrer Opfer verstärken. Das Geld gehe natürlich nicht an wohltätige Organisationen, sondern wandere in die Taschen der betrügerischen Sammler. Diese träten meist in Gruppen auf und reagierten bei Ablehnung auch schon mal aggressiv.

 Mittlerweile seien einige Tatverdächtige dazu übergegangen, Stifte mit löschbarer Tinte zu benutzen. „Sobald die Spender unterschrieben haben und weitergegangen sind, radieren die Sammler die Personalien wieder aus.“ Dann könne die Polizei keine Geschädigten mehr ermitteln. Würden die Betrüger mal erwischt, könne das Geld wegen fehlender Personalien den Geschädigten nicht zurückgegeben werden. r

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