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Bückeburg Stadt Bienenschutz und Artenvielfalt
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21:30 02.08.2017
Christian Beste (von links), Friedrich Meyer, Werner Dehne und Dieter Wilharm-Lohmann begutachten den Blühstreifen am Ortseingang vom Bückeburger Ortsteil Nordholz. Quelle: mak
BÜCKEBURG

Die Aussaat für dieses Jahr nahmen die Landwirte am 2. Juni vor. „Das ist eine freiwillige Maßnahme, die nicht gefördert wird“, betont Landwirt Friedrich Meyer aus Scheie. Die Landwirte geben also freiwillig einen Teil ihrer Pacht ab, insgesamt 10000 Quadratmeter verteilt über Bückeburg, um Insekten und Wildtieren einen Lebensraum zu geben.

Spätblühende Pflanzen für die Bienen

Der Hintergrund: Im Spätsommer gibt es in der Regel kaum noch Blüten, die Bienen ansteuern können, um Pollen zu sammeln. „Die IGEL-Gruppe sät aus diesem Grund extra spätblühende Pflanzen, damit Bienen auch im Spätsommer noch versorgt sind“, erklärt Werner Dehne, ebenfalls Mitglied der Interessengemeinschaft. „Viele Leute wissen gar nicht, dass sie den Bienen mit ihren Gartenpflanzen oft gar keinen Gefallen tun, weil sie über keine Pollen verfügen“, erläutert Dehne.

Mit den Blühstreifen wollen die Landwirte der Gesellschaft diese Problematik bewusst machen. Initiator Christian Beste hat aus diesem Grund eine Internetseite erstellt, auf der sich alle Interessierten über das Projekt informieren können. „Auf der Seite listen wir auch die genaue Zusammensetzung des Saatgutes auf“, sagt Beste.

Im Herbst, spätestens im Winter, werden die abgeblühten Pflanzen entfernt. In der Regel wird dann im Folgejahr eine andere Fläche ausgewählt, die neu besät wird, um Vielfalt und Abwechslung zu ermöglichen, erklärt Dehne. „Das ist eine Sache, die einfach Spaß macht“, fügt Meyer hinzu.

Mehr Informationen gibt es unter www.bueckeburg-blueht.de. mak