Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Bigtab: Erste Versammlung

Bürgerinitiative Bigtab: Erste Versammlung

Die Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Schaumburg – Minden – Porta Westfalica (Bigtab), will am Donnerstag, 9. Juni, ihr viertes Großplakat errichten und anschließend ihre erste offizielle Versammlung abhalten.

Voriger Artikel
Kindergarten wird noch teurer
Nächster Artikel
Quartier für alle Generationen

„Die Bahn kommt hier nicht durch“, betont Bigtab.

Quelle: jp

Bückeburg. Nach Meißen, Scheie und Porta-Westfalica-Lerbeck soll das vierte Banner mit dem Slogan „Die Bahn kommt hier nicht durch“ seinen Platz in Evesen im Bereich des Sportzentrums und der Grundschule finden.

Dieser Bereich wäre von dem Schienenneubauprojekt Nr. 2-016-V01, so wie es das Konzept aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 vorsieht, besonders betroffen, da die neue Trasse durch einen Tunnel unter Evesen hindurch verlaufen soll.

Ein solcher Tunnel würde, so die Befürchtungen der Bigtab-Aktivisten, nicht nur einen gewaltigen und über einen enormen Zeitraum andauernden Tagebau erforderlich machen, sondern auch den Grundwasserhaushalt im Bereich des Zusammenflusses von Aue und kleiner Aue so nachhaltig beeinflussen, dass das gesamte Naturschutzgebiet der Bückeburger Niederung zerstört würde.

Versammlung im Hofcafé

Aufgestellt wird das Großplakat am Eveser Sportzentrum am 9. Juni um 18.30 Uhr. Direkt im Anschluss beginnt um 19 Uhr im Hofcafé Peetzen 10 die erste offizielle Versammlung der Bigtab. Eingeladen sind dazu nicht nur Mitglieder der Bürgerinitiative selbst, sondern alle am Thema interessierten Bürger der Region. Auf der Tagesordnung stehen der Bericht des Bigtab-Vorstands, Wahlen sowie die Ankündigungen weiterer Aktionen. Anregungen, Anträge und Wünsche können noch bis zum Termin der Versammlung an info@bigtab.info gerichtet werden.

Der Streit um die geplante neue ICE-Trasse von Hannover nach Porta Westfalica schlägt mittlerweile auch bundesweit hohe Wellen. Nachdem in den ersten Wochen nach Bekanntwerden der Pläne nur die regionalen Print- und Online-Medien über das Vorhaben aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 und die Reaktivierung der Bürgerinitiative berichteten, setzte vor einer Woche in Folge einer dpa-Meldung ein gewaltiges Rauschen im bundesweiten Blätterwald ein: „Bahnprojekt sorgt für Zoff“ titelte die „Welt“ und schrieb wortwörtlich von der „Wiedergeburt eines beerdigt geglaubten Schreckgespensts“.

„Pläne für neue ICE-Strecke stoßen auf Widerstand“, lautete die Schlagzeile aus der Nord-West-Zeitung. „Pläne für neue ICE-Strecke sorgen für Wirbel“, überschrieb der „Focus“ und berichtete: „Von Porta Westfalica bis Bad Nenndorf laufen Städte Sturm gegen eine neue Bahntrasse und Minden fürchtet um seinen IC-Anschluss.“

Gegen Tunnel-Variante

Mittlerweile hat sich die nordrhein-westfälische Landesregierung in die Auseinandersetzung eingeschaltet: Landesverkehrsminister Ulrich Groschek sprach sich im Namen seines Bundeslandes entschieden gegen die Tunnel-Variante und stattdessen für den viergleisigen Ausbau der bestehenden Bahnlinie von Lindhorst bis Minden inklusive aller damit verbundenen Lärmschutzmaßnahmen aus. jp

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr