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Bigtab will im Ministerium Klartext reden

Gegen Dobrindt-Pläne Bigtab will im Ministerium Klartext reden

Während man sich über andere Themen im Kommunalwahlkampf die Köpfe heiß diskutiert hat, herrscht beim Thema Bahntrasse zwischen den Bückeburger Parteien vollständige Einigkeit.

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„Die Bahn kommt damit nicht durch“ heißt es seit Freitag an der Scheier Straße in Bückeburg.

Quelle: jp

Bückeburg. Wie zuvor die SPD in Röcke hat jetzt die Bückeburger CDU zusammen mit der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn in Schaumburg, Minden und Porta Westfalica (Bigtab) ein Plakat gegen die Dobrindt-Pläne aufgestellt: „Die Bahn kommt damit nicht durch“ heißt es auf der rund drei mal 1,5 Meter großen Bannerfläche, die seit Freitag Abend ihre Botschaft an alle Verkehrsteilnehmer auf der Scheier Straße aussendet.

„Wir stimmen mit den Forderungen der Bürgerinitiative absolut überein“, betonte CDU-Fraktionschef Axel Wohlgemuth beim Ortstermin mit Bigtab-Sprecher Thomas Rippke. Dieser bedankte sich ausdrücklich bei den Bückeburger Christdemokraten, den Termin für die Aufstellung so kurzfristig vor der Kommunalwahl noch anberaumt zu haben.

Insbesondere dankte er CDU-Ratsfrau Iris Gnieser dafür, das Plakat auf ihrem Hofgelände an der Scheier Straße aufstellen zu dürfen. Ein ebensolches Kompliment gab es in gleichem Atemzug für den Bundestagsabgeordneten Maik Beermann (CDU) für dessen Unterstützung auf bundespolitischer Ebene.

„Mit Masse gegen die Trasse“

Mit der Hinhalte- und Beschwichtigungstaktik des CSU-geführten Bundesverkehrsministeriums scheint der ansonsten so moderat und diplomatisch agierende Bigtab-Sprecher hingegen langsam, aber sicher die Geduld zu verlieren. So will Rippke zusammen mit den Mitstreitern von der Bad Nenndorfer Initiative „Mit Masse gegen die Trasse“ bei dem von Beermann arrangierten Termin im Bundesverkehrsministerium am 20. September gegenüber Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann Tacheles reden: „Wir werden da hinfahren und ganz klar sagen, was wir wollen!“ Und das sei – bezogen auf den Bereich zwischen Lindhorst und Porta Westfalica – ausschließlich ein Ausbau der bestehenden Bahnlinie. jp

Der von Staatssekretär Ferlemann angekündigte Bürgerdialog sei zwar grundsätzlich positiv, reicht Rippke aber nicht aus. Er stößt sich vor allem daran, dass sich das Ministerium mit der am 3. August vom Bundeskabinett verabschiedeten dritten Version des Bundesverkehrswegeplans nach wie vor die Möglichkeit einer Neubautrasse offen gehalten hat: „Damit ist der gesamte Bereich zwischen dem Mittellandkanal und der A2 potenziell betroffen.“

In dem vom Bundestag zu beschließenden Schienenwegeausbaugesetz dürfe der Bereich Haste-Minden vielmehr nur als „Ausbaustrecke“ und keinesfalls als „Ausbau-/Neubaustrecke“ vermerkt werden. „Sonst ist die Neubautrasse nämlich nicht vom Tisch.“ Das werde man auch Beermann mitgeben, damit dieser dieses Anliegen mit Nachdruck gegenüber dem Verkehrsministerium vertrete. „Das wird er sicher auch tun, denn wir haben alle Argumente auf unserer Seite.“  jp

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