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Bigtab will „keinen Millimeter“ nachgeben

Weiteres Plakat aufgestellt Bigtab will „keinen Millimeter“ nachgeben

Im Kampf gegen die geplante neue Bahntrasse zwischen Echtorf und Porta Westfalica sieht die Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn, kurz Bigtab, keinerlei Anlass, ihr Engagement zurückzufahren.

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Auch im Bückeburger Ortsteil Scheie wird jetzt allen Vorbeifahrenden klar gemacht: „Die Bahn kommt hier nicht durch.“

Quelle: jp

Bückeburg. „Wir werden in unserem Bemühen, dieses Vorhaben zu verhindern, keinen Millimeter nachgeben“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Bigtab, Reinhard Fromme, anlässlich der Aufstellung des zweiten Großplakats (der Vorsitzende Thomas Rippke fehlte berufsbedingt). Nach dem Auftakt der Plakatkampagne vor einer Woche in Meißen an der alten Bundesstraße 65 heißt es ab jetzt auch am Ortseingang von Scheie auf knapp acht Quadratmetern Größe an der Grundstücksgrenze des Baugeschäfts Hühn & Wieggrebe: „Die Bahn kommt hier nicht durch.“

 Scheie wäre im Falle der Verwirklichung des laut Plans 1,9 Milliarden teuren Schienenneubauprojekts, das Mitte März bei Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans unter der Projektnummer 2-016-V01 bekannt wurde, ganz besonders betroffen: Zum einen würde der dann zwischen alter und neuer Trasse gelegene Bückeburger Ortsteil von Schienen förmlich eingekesselt. Zum anderen würde das im Nordwesten von Scheie gelegene Naturschutzgebiet „Bückeburger Niederung“ schwere Schäden erleiden. Die großen Befürchtungen spiegelten sich auch im Interesse an der Plakataufstellung wider, an der nicht nur viele Einwohner Scheies und der Bückeburger Kernstadt teilnahmen, sondern auch zahlreiche Vertreter des Stadtrats sowie der Ortsräte aus den betroffenen Gemeinden Evesen und Scheie.

 Ratsherr Wolfhard Müller, der in seiner Eigenschaft als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins „Bückeburger Niederung“ beim Aufstellen des Großplakats mit Hand anlegte, sieht im Falle der Verwirklichung des Vorhabens sämtliche Naturschutz- und Renaturierungsbemühungen in der „Bückeburger Niederung“ in Gefahr. Dadurch werde nicht nur das ökologisch hochsensible Feuchtgebiet der Bückeburger Niederung austrocknen und somit unwiederbringlich zerstört, auch katastrophale Schäden in der Landwirtschaft seien unausweichlich. Selbst ein Grundbruch des Mittellandkanals liege im Bereich des Möglichen, da dieser im Bereich zwischen Minden und Bückeburg nicht gedichtet sei.

 Den Äußerungen des Staatssekretärs Enak Ferlemann messen sowohl Fromme als auch Müller nicht sonderlich viel Bedeutung bei. „Unser Ziel muss und kann es nur bleiben, dass das gesamte Projekt noch vor der Sommerpause aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen wird.“

 Und dazu wollen die längs der geplanten neuen ICE-Trasse aktiven Bürgerinitiativen in Zukunft noch stärker gemeinsam marschieren. Nach dem von der Wählergruppe WIR initiierten „regionalen Schulterschluss“ mit den Bürgerinitiativen aus dem Raum Bad Nenndorf führte die Bigtab jetzt Gespräche mit den Bürgerinitiativen Groß Munzel und Seelze, wo die neue Trasse teilweise durch Trinkwasserschutzgebiete und sogar mitten durch Neubaugebiete geplant ist.

 Im Juni wollen alle drei Gruppen eine gemeinsame Veranstaltung mit möglichst vielen Kommunal-, Regional- und Bundespolitikern auf die Beine stellen. Fromme: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht lokal isoliert, sondern an der gesamten Strecke organisiert sind.“  jp

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