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Bis zu sechs Spielplätze weniger

Stadt will Unterhaltungskosten sparen Bis zu sechs Spielplätze weniger

Die Stadt Bückeburg will die Zahl ihrer Spiel- und Bolzplätze in absehbarer Zeit verringern. Bei fünf bis sechs sieht die Verwaltung „Veränderungsbedarf“, wie Fachgebietsleiter Christian Schütte bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend und Familie sagte.

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Rechts ein Zaun und links ein Zaun und in der Mitte ein öffentlicher Weg: So stellt sich die Situation auf dem Spielplatz „An der Tränke/Taubeneck“ im Ortsteil Meinsen dar.

Quelle: rc

Bückeburg. Derzeit hat die Stadt Bückeburg 33 Spielplätze, dazu kommen die Schulhöfe, die nachmittags als Spielplätze genutzt werden. Fünf fallen in die Kategorie Bolzplätze, dazu kommt die Multifunktionsanlage an der Grundschule in Meinsen. Eine weitere ist für dieses Jahr neben dem Gymnasium Adolfinum in Planung – wenn das Vorhaben nicht wieder wegen Geldmangels aufgeschoben werden muss. „Wir haben nicht nur Vorzeige-Spielplätze“, deutete Schütte an, dass auf dem einen oder anderen auch baulich einiges im Argen liegt und in neue Ausstattungen investiert werden muss.

Grundlage der Beratungen ist ein Konzept der Verwaltung, das auf der Ermittlung der Sozialstruktur im Umfeld der Spielplätze basiert. Die Ermittlungen sind seitens der Stadt im Frühjahr und Sommer 2016 durchgeführt worden. Dabei ergab sich in einigen Siedlungsbereichen, dass in den Zeiten, als Siedlungsgebiete entstanden, dort auch eine Menge Kinder wohnten, die die Spielplätze nutzten. Inzwischen sind die Mädchen und Jungen aus dem Spielalter herausgewachsen, wie Schütte erläuterte, die Eltern dagegen wohnen in der Regel immer noch in den einst gebauten Häusern.

Spielplätze in Ortsteilen stehen zur Disposition

Dies tritt offensichtlich in den Ortsteilen häufiger auf als in der Kernstadt, wie den Worten Schüttes zu entnehmen ist: „In der Kernstadt werden die Spielplätze benötigt, in den Ortsteilen stehen einige zur Disposition.“ So nannte Schütte den Ortsteil Rusbend, wo man sich auf einen zentralen Spielplatz konzentrieren will, wie auch schon im Ortsrat diskutiert worden ist. Auch in Meinsen könnte ein Spielplatz wegfallen wie etwa der An der Tränke in der Nähe des einstigen Neubaugebiets Taubeneck. „Als Spielplatz nicht mehr erkennbar“, umriss Schütte die Situation dieses Platzes, der vor rund zwei Jahrzehnten auf einem öffentlichen Weg gebaut wurde, weil damals wie heute keine geeignete Fläche zur Verfügung stand.

Wie die Ausschussvorsitzende Iris Gnieser (CDU) anführte, habe sich die Situation gegenüber früher auch dadurch verändert, dass heute „jede Menge“ Trampoline, Rutschen, Schaukeln und sonstige Geräte in den Gärten stehen: „Das sind doch alles schon Spielplätze. Brauchen wir dann noch öffentliche?“ Daher sollte über die Art der Spielplätze nachgedacht werden, sagte sie und nannte das Stichwort „Familienplatz“, wo nicht nur Kinder zusammenkommen.

Arbeitskreis soll Thema erörtern

Näher wurde in der Ausschusssitzung nicht auf das Thema eingegangen. Vielmehr beschloss der Ausschuss, einen Arbeitskreis zu gründen, in dem das Thema weiter erörtert und Details abgeklopft werden. Zudem soll zuerst auch mit den Beteiligten gesprochen werden, hieß es seitens der Verwaltung.

Für die Stadt hätte die Reduzierung der Plätze in Zeiten eher klammer Kassen einen gewissen Charme. Die Verwaltung kann am jährlichen Unterhalt sparen, der im Haushalt 2017 mit 68.000 Euro beziffert ist. Auch die Investitionen in die Herrichtung alter Plätze sind nicht ohne. Ein neues Großspielgerät kostet heute inklusive Aufstellung gut und gerne 20.000 Euro. Ein Beispiel: Dieses Jahr soll der Spielplatz Lilienweg gemacht werden: 24.500 Euro sind veranschlagt. Ein weiterer Punkt: Frei werdende Spielplatzflächen könnten verkauft werden – als Bauland. rc

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